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Neue Rekorde bei Zigaretten und Polenböllern

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erstellt am 19.Mär.2012 | 09:17 Uhr

Frankfurt | Der Zoll hat im Brandenburger Grenzraum zu Polen im vergangenen Jahr dreimal so viele Feuerwerkskörper wie 2010 beschlagnahmt. Die Zöllner stellten 51 600 Böller sicher, ein Jahr zuvor waren es 16 300, wie das Hauptzollamt Frankfurt (Oder) gestern mitteilte. Es sei noch zu früh zu beurteilen, ob es sich hier um einen Trend handelt, sagte ein Zollsprecher zu den drastisch steigenden Zahlen. Er verwies darauf, dass es im vergangenen Jahr mehrere große Funde gab. So hatten Zöllner im November in Frankfurt 10 000 Polen-Böller in einem Pkw entdeckt. Im Dezember fanden die Beamten an der Autobahn 11 nahe Prenzlau Feuerwerks-Großbatterien aus Polen mit einem Gewicht von über 600 Kilogramm auf einem niederländischen Lkw. In Deutschland sind laut Zoll nur von der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) geprüfte Feuerwerkskörper zugelassen. Fehlt das BAM-Zeichen oder ist es gefälscht, sei die Einfuhr strafbar.

Auch die Zahl, der in Grenznähe sichergestellten Schmuggelzigaretten stieg 2011 auf rund 30,5 Millionen an, wie es weiter hieß. Das waren etwa fünf Millionen mehr als 2010. Damit sei ein Steuerschaden von 5,8 Millionen Euro verhindert worden. Allein beim größten Fund des Jahres waren im Mai knapp 7,2 Millionen Zigaretten auf einem Lastzug an der A 12 bei Frankfurt entdeckt worden. Die Schmuggelware war hinter einer Tarnladung aus Kartoffelbreipulver versteckt. Im Jahr 2009 waren angesichts mehrerer Millionenfunde sogar 47,5 Millionen Zigaretten sichergestellt worden.

Zöllner stellten 2011 zudem knapp drei Kilogramm Rauschgift, über 1000 Cannabispflanzen sowie 154 Waffen oder verbotene Gegenstände, wie etwa Springmesser sicher. Die mobilen Einheiten des Zolls kontrollierten 2011 im Osten und Süden Brandenburgs 24 800 Pkw, 21 400 Lastwagen und Kleintransporter, 943 Busse, 67 Züge und 33 Schiffe. Insgesamt wurden mehr als 75 700 Personen überprüft.

Im Kampf gegen Schwarzarbeit nahm der Zoll 2011 rund 24 700 Menschen an ihren Arbeitsstellen sowie gut 1800 Arbeitgeber näher unter die Lupe. Im Visier der Beamten waren vor allem Baustellen, Hotels, Gaststätten, aber auch die Reinigungsbranche, die Abfallwirtschaft sowie das Speditions- und Transportgewerbe. In der Folge leiteten die Beamten in gut 5000 Fällen Ermittlungsverfahren ein. In seiner Funktion, Steuern zu kassieren, die dem Bund zufließen, nahm das Hauptzollamt im vergangenen Jahr rund 2,44 Milliarden Euro ein.

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