Weiterbau der A14 : Neue Prüfungen verzögern Baubeginn

Wann es wirklich bei Wittenberge auf einen Abschnitt der A 14 geht, lässt sich noch nicht sagen.
Wann es wirklich bei Wittenberge auf einen Abschnitt der A 14 geht, lässt sich noch nicht sagen.

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15. Juni 2016, 21:00 Uhr

Die gute Nachricht: Das Land Brandenburg hat sich mit seinem Nachbarn auf der anderen Elbseite verständigt. „Wir sind uns mit Sachsen-Anhalt einig, wo die neue Autobahnbrücke die Elbe queren wird“, sagte Egbert Neumann, Abteilungsleiter Verkehr im Infrastrukturministerium, bei einer Bürgerinformation am Dienstag im Wittenberger Rathaus (wir berichteten bereits gestern). Die A 14-Piste wird den Strom strom neben der B 189-Brücke auf Deponie-Seite queren. Daran hat sich seit den ersten Planungen nichts geändert.

Die weniger gute Nachricht: Wann der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle B 195 und der Elbe in Angriff genommen werden kann, ist noch völlig offen. Denn es gibt noch nicht einmal einen neuen Termin für den bereits mehrfach im vergangenen Jahr verschobenen Planfeststellungsbeschluss.

Neumann sprach von „Rechtsrahmen, die nicht stabil sind, sich verändern“. „Das trifft uns mitten im Planfeststellungsverfahren.“

Konkret bedeutet das laut Abteilungsleiter, „wir werden mit diesem Abschnitt im Herbst noch einmal in das Auslegungsverfahren gehen“. Erst wenn dieses abgeschlossen ist, kann der Planfestellungsbeschluss gefasst werden.

Zu den veränderten Rahmenbedingungen zählt auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Ihr Schutzziel ist die Gewässerqualität. Ein Projekt – und damit auch die Autobahn in ihren einzelnen Teilabschnitten – dürfe grundsätzlich die Qualität von Gewässern nicht verschlechtern. Das würde an unterschiedlichsten Parametern aufwendig untersucht, erläuterte auf „Prignitzer“-Anfrage Bernd Lindow von der unteren Wasserbehörde des Kreises.

Es handelt sich um einen sehr umfangreichen Prüfprozess, der nach Recherchen des „Prignitzers“ in dieser Form in Deutschland erstmals auf die A 14 angewendet wird.  

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