Kita Karstädt : Neue Leiterin im Kinderland

Die langjährige Leiterin der Kita Kinderland in Karstädt, Marika Krohn (r.), übergibt auf eigenen Wunsch diese Aufgabe an Melanie Galke.
Die langjährige Leiterin der Kita Kinderland in Karstädt, Marika Krohn (r.), übergibt auf eigenen Wunsch diese Aufgabe an Melanie Galke.

Marika Krohn gibt Führungsaufgabe in der Karstädter Kita auf eigenen Wunsch ab. Nachfolgerin ist Melanie Galke.

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01. August 2019, 12:00 Uhr

„Ich habe im Mai meine Zusatzausbildung zur Leiterin abgeschlossen und eine neue berufliche Herausforderung gesucht. Die Stellen für eine Kita-Leitung sind rar gesät“, sagt Melanie Galke. Über viele Ecken bekam sie die Information, dass die Gemeinde Karstädt für ihre Kita Kinderland eine neue Leiterin sucht. Die Wittenbergerin bewarb sich auf die ausgeschriebene Stelle und wurde eingestellt.

Melanie Galke übernimmt damit die Aufgabe von Marika Krohn, die seit 2012 das Kinderland leitete. „Ich möchte lieber wieder als Erzieherin mit Kindern arbeiten. Es war oft schwierig, die Leitungstätigkeit zu bewältigen. Bei Urlaubs- oder Krankheitsfällen bin ich auch mit in die Gruppen gegangen. Und ich bin ein Mensch, der nimmt die Arbeit mit nach Hause. Es war mein Wunsch aber, hier zu bleiben, den die Gemeinde mir erfüllt hat“, sagt Marika Krohn, die Anfang der Woche, als sie aus dem Urlaub wiederkam, ein „ganz tolles Dankeschön von meinen Kollegen und den Kindern bekommen habe. Sie haben mir ein Ständchen gesungen und ein Gedicht vorgetragen.“ Marika Krohn möchte sich auf diesem Wege auch wenn sie der Kita erhalten bleibt, bei allen Kollegen und Eltern für die vergangenen Jahre recht herzlich bedanken.

„Die Übergabe machen wir jetzt nach und nach, es wird ein fließender Übergang werden. Die Gemeinde lässt uns dabei freie Hand, wie lange das dauert“, erklären beide unisono.

„Mein erster Eindruck von der Kita ist sehr positiv“, sagt Melanie Galke. „Hier gibt es keine offene Arbeit, die Gruppen sind geschlossen. Da kann man mit den Kindern gut arbeiten, in der Gruppe auch auf einzelne Kinder besser eingehen. Die geschlossene Gruppenarbeit bringt eine gewisse Ruhe ins Haus“, sagt die neue Leiterin, die eine umfangreiche Berufserfahrung als Erzieherin aus der Awo-Erziehungsstelle Sigrön, der Awo-Wohngruppe für Kinder und Jugendliche, aus der Kita Märchenland in Wittenberge und aus dem Hort der Elblandgrundschule mitbringt. „Hier in Karstädt sind Krippe, Kindergarten und Hort zusammen. Das kenne ich nicht“, bemerkt Melanie Galke, die das befürwortet: „So sind die Kinder bis sie an weiterführende Schulen gehen, neun, zehn Jahre hier in der Einrichtung, kennen alle und alles.“ Auch die Arbeit ihrer neuen Kollegen schätze sie als sehr gut ein. Sie ging in ihrer ersten Zeit in den Gruppen mit, lernte ihre Kollegen besser und auch die Kinder kennen. „Ich hatte schon am 17. Juni an der Dienstberatung teilgenommen, mich vorgestellt. Frau Krohn hatte mir vor ihrem Urlaub auch schon die Kita gezeigt“, erzählt Melanie Galke. Sie freut sich allerdings über die Zusage ihres neuen Arbeitgebers und auch ihres alten, dass sie das Projekt „Tigerenten Club“, das sie eineinhalb Jahre im Hort der Elblandgrundschule auf den Weg gebracht hat, in diesem Jahr noch zu Ende führen kann. Dahinter verbirgt sich eine Fernsehunterhaltungssendung für Kinder, die vom Südwestrundfunk für die ARD produziert wird. „Wir fahren im November nach Stuttgart“, verrät Melanie Galke vorab, die ankündigt, dass es dazu noch eine Pressekonferenz geben wird.

„Bei der Einrichtung an sich, sieht man, dass in den vergangenen Jahren viel getan wurde. Die Räume für den Kindergarten, die Krippe selbst sind liebevoll und bedürfnisorientiert eingerichtet. Das Stiefkind ist noch der Hortbereich“, sagt Melanie Galke. Die Arbeit werde sich in diesem Schuljahr schwierig gestalten. Von den etwa 130 Kindern in der Kita besuchen 70 den Hort. Aber ab dem Schuljahr 2020/2021 wird mit dem Schulanbau Abhilfe geschaffen. Und da ist aber auch noch der fehlende Sonnenschutz in den oberen Räumen. Bei den hochsommerlichen Temperaturen können die Kleinen nicht schlafen und sie weichen in den Turnraum im Erdgeschoss aus, was nur in den Ferien gehe.

Die rührigen Eltern im Kita-Ausschuss oder Fördervereins werden auf jeden Fall nicht locker lassen und dieses Thema erneut auf den Plan rufen.

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