zur Navigation springen

Kunstprojekt in Perleberg : Neue Gäste im Hoffnungshotel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zehn Künstler – Maler und Bildhauer – wollen mit Vernissage am 20. Mai totgesagtem Anwesen eine Perspektive eröffnen

von
erstellt am 13.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Neue Gäste im „Hoffnungshotel“, sprich auf dem Anwesen von „Hoffmanns Hotel“. Und die versprechen ein kleines aber besonderes Kunst- und Künstlererlebnis.

Am 20. Mai verwandeln sich hier Teile des Torhauses, Hof, Stall und Atelier in einen großen Ausstellungsraum. Ab 17 Uhr laden zehn Künstler aus Berlin und der Prignitz – Maler und Bildhauer – zu einer Vernissage in dieses schon außergewöhnliche Ambiente. Jeder nutzt dabei den Raum, der seinem Schaffen und der Botschaft, die er vermitteln will, am besten gerecht werde. Es ist einzig die Kunst, die alles und alle verbindet, kein Kurator, kein Thema, wie Dr. Dieter Hoffmann-Axthelm betont. Vielmehr war es der Wunsch, „recht unterschiedliche Arbeitsweisen zusammen zu bringen, in der Zuversicht, dass Menschen wie Bilder und Objekte sich schon vertragen werden“.

Dr. Hoffmann-Axthelm gehört das Anwesen, das 2010 durch einen großen Brand stark in Mitleidenschaft gezogen und mittlerweile gesichert wurde. Er ist Gastgeber und zugleich Begründer der „kleinen wie armen“ Walter-Hoffman-Axthelm-Stiftung (WHA), die er im Andenken an seinen Vater 2008 ins Leben rief. Nach eigenen Aussagen hat diese sich auf die Fahnen geschrieben, „ein Mehr an kultureller Beweglichkeit darzustellen, durch bescheidene Projekte zu Geschichte, Denkmalpflege wie durch gelegentliche Salons zum Nachdenken über Probleme der Zeit im lokalen Raum anzuregen“.

Damit ziehen zugleich Gäste in ein fast leeres Haus, zumindest in die schon betretbaren Räume. „Wir wollen erproben, ob und wie es möglich ist, durch kleine, sich wiederholende Aktionen“ für das Haus und auch für Perleberg eine zeitliche wie künstlerische „Perspektive aufzubauen“, verkünden die Organisatoren. Alle Jahre wieder wolle man Künstlern hier ein Podium bieten. Zugleich könne Kunst als Wegzeiger des Projektes „Hoffnungshotel“ dienen, „so dass das private Wagnis, dieses Haus vor dem Abriss gerettet zu haben, sich am Ende gelohnt haben wird“, setzt Dr. Hoffmann-Axthelm den Gedanken fort. Die Veranstaltung am 20. Mai sei praktisch ein Probelauf, etwas auf lange Zeit anzuschieben.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen