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Der Prignitzer

19. November 2017 | 09:53 Uhr

Wittenberge : Neue Container, neuer Entsorger

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

SDL ist ab Januar für die gelben Säcke und Glas zuständig. Zusammenarbeit mit Becker Umweltdienste in Wittenberge.

von
erstellt am 22.Dez.2014 | 22:00 Uhr

Es gibt wieder gelbe Säcke und die ersten Glascontainer an den Stellplätzen sehen anders aus: Der neue Entsorger hinterlässt bereits Spuren in der Prignitz. Ab dem 1. Januar übernimmt die SDL Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Mecklenburg GmbH diese Aufgabe.

Im August den Vertrag geschlossen, begannen im September die Vorbereitungen, sagt SDL-Geschäftsführer Peter Freiesleben. Gelbe Säcke und Glascontainer wurden bestellt, die Tourenpläne erarbeitet. Der Bürger soll von dem Wechsel möglichst nichts spüren. Derzeit laufe der Austausch der Glascontainer. „Alle 288 Stellplätze werden beibehalten“, sagt Freiesleben.

Punktuell seien sogar mehr Container geplant. „Zusammen mit dem Landkreis haben wir über mögliche Brennpunkte gesprochen, an denen besonders viel Glas entsorgt wird. Dort stellen wir zwei Container auf“, so der Geschäftsführer. Als Beispiel nennt er Kaufland in Wittenberge.

Im Zuge der Umtauschaktion könne es passieren, dass an einem Stellplatz stundenweise kein Container steht. „Das versuchen wir zu vermeiden. Falls es doch geschieht, bitten wir um Verständnis. Spätestens am Tag darauf steht der neue Container.“ Bis jetzt habe es keine Beschwerden von Bürgern gegeben.

Entspannt habe sich die Lage bei den gelben Säcken. In den vergangenen Wochen war es zu einem Engpass gekommen, kaum eine Ausgabestelle hatte noch Vorräte. „Wir haben zunächst die Lücke des jetzigen Versorgers aufgefüllt“, erklärt Freiesleben. Allerdings macht er keinen Hehl daraus, dass es bei den Säcken immer wieder zu Engpässen kommen kann. „Nicht weil die Firmen zu wenig bestellen, sondern weil die Säcke zweckentfremdet werden.“

Dem stimmt Boris Ziegler zu. Er ist Pressesprecher der Tönsmeier GmbH, zu der die SDL gehört. Bundesweit versorgt Tönsmeier vier Millionen Einwohner mit gelben Säcken. „Wir bestellen in Größenordnungen und kalkulieren großzügig“, sagt er. Mit vier Rollen a 13 Säcken müsste eine Familie mit zwei Kindern im Jahr locker auskommen. Richtlinie bei der Ausgabe sei eine Rolle pro Person. Für die Entsorger seien die Säcke durchaus ein Kostenfaktor. Je nach Einkaufsmenge liege deren Preis bei 16 bis 30 Euro für je 1000 Rollen.

Zwei bis drei Kilo fasse ein Sack, ohne zu zerreißen. Wer wirklich nur die vorgesehenen Leichtverpackungen in den Sack wirft, dürfte keine Probleme bekommen. „Wir sind eng an Vorgaben gebunden, regelmäßig werden Säcke auf ihre Reißfestigkeit hin überprüft“, sagt Ziegler und gibt einen aktuellen Hinweis: „Tannenbaumnetze gehören nicht in den Sack.“

Mit der Auftragsübernahme werde SDL in der Prignitz investieren. „Wir stationieren hier ein Fahrzeug und verstärken unser Personal. Mindestens zwei Arbeitskräfte aus der Prignitz stellen wir ein, saisonbedingt können es drei Mitarbeiter sein“, kündigt Peter Freiesleben an. Bewerbungen liegen ihm vor.

Der ab Januar geltende Mindestlohn bereite ihm keine Sorgen. „Wir haben einen Haustarif und der liegt in jedem Fall über dem Mindestlohn“, sagt er. Zugleich kündigt er an, mit dem bisherigen Entsorger Becker Umweltdienste aus Wittenberge zusammenzuarbeiten. Becker werde ebenfalls gelbe Säcke abfahren.

Die genauen Tourenpläne gibt der Landkreis bekannt. Nur in wenigen Fällen werde sich der Abholtag ändern. „Wahrscheinlicher ist, dass sich die Uhrzeit verändert. Deshalb bitten wir die Bürger, ihre Säcke schon am Abend oder am frühen Morgen vor die Tür zu stellen“, so Boris Ziegler.  

 

 

 

 

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