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Berlin-Wittenberge : Neue Chance für den Nachtzug

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ministerium bietet drei Testtermine für die Spätverbindung

von
erstellt am 14.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Gute Nachrichten für alle Prignitzer, die sich einen Nachtzug von Berlin nach Wittenberge wünschen. In einer Pressemitteilung informierte Katrin Lange, Staatssekretärin im brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, dass aus ihrer Sicht eine testweise Wiedereinrichtung der Nachtverbindung möglich sei.

„Bürgerinnen und Bürger aus der Prignitz und dem Havelland hatten in den letzten Monaten für die Wiedereinrichtung eines Nachtzuges von Berlin in die Region geworben“, verwies Lange zunächst auf die Hintergründe der Reaktion aus dem Ministerium. Am Dienstag hätte man dazu eine erste Entscheidung getroffen. „An drei Tagen soll die Verbindung getestet werden. Dazu kann die Bürgerinitiative drei Termine benennen. Denkbar wäre beispielsweise, die Züge an drei auf einander folgenden Freitagen oder Samstagen in der Theater- und Sportsaison fahren zu lassen.“

Sofern an diesen Tagen mehr als 30 Prozent aller Sitzplätze belegt seien, werde geprüft, ob die Verbindung dauerhaft eingerichtet werden kann, so Katrin Lange. Ohne diesen Praxistest hingegen dürfte es schwer fallen, zu ermitteln, ob die erforderliche Auslastung erreicht wird. „Die Alternative wäre eine Verkehrsstudie anfertigen zu lassen, die aber deutlich teurer wäre als der Praxistest, der etwa 15  000 Euro kosten wird.“


Mehrere tausend Unterschriften


Befürworter einer Spätverbindung begrüßen die Entscheidung. „Es ist zunächst sehr positiv, dass die Einwände und Forderungen der Bürger in Potsdam Gehör finden“, sagte Marcel Elverich von der Prignitzer SPD, der die entsprechende Unterschriftensammlung in der Prignitz mit koordiniert hatte. „Seit Anfang 2014 hatten mehrere tausend Bürger ihren Wunsch nach einer späteren Zugverbindung geäußert. Nun bleibt zu hoffen, dass die Testzüge auch rege genutzt werden.“

Aus eigener Erfahrung wisse Elverich, dass die Abfahrt um 22.25 Uhr zu zeitig ist, um Kulturveranstaltungen in der Hauptstadt zu besuchen. „Wenn die um 19 oder 20 Uhr beginnen und zumeist nicht vor 22 Uhr enden, ist es kaum möglich, danach den Zug zurück in die Prignitz zu nehmen.“ Weiterhin, so Elverich, beruhte die Einstellung der Spätverbindung von Berlin in die Prignitz auf Fahrgastzahlen, die fast 15 Jahre alt sind. „Inzwischen hat sich einiges getan, was die Kosten für Treibstoff und Unterhaltung eines Autos angeht, alles ist teurer geworden. Deshalb denke ich, dass die Verbindung heute wieder sehr attraktiv sein kann.“

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