Neubau, Anbau, Umbau: Rettungsdienst rüstet auf

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22. Mai 2013, 06:26 Uhr

Perleberg | In dem gestern übergebenen Anbau der Perleberger Rettungswache, wurden nicht nur Stellplätze für die Rettungswagen geschaffen, es entstand auch ein umfangreicher Desinfektionsbereich für Fahrzeuge und Gerätschaften. Außerdem gibt es eine weitere Dusche, sowie Umkleidemöglichkeiten für die Einsatzkräfte.

"Der neue Anbau ist zukunftsweisend. Gerade im Hygienebereich haben wir hohe Maßstäbe gesetzt", verkündete Werkleiter René Glaeser auf der Einweihungsfeier. Notwendig wurde der Anbau durch gesetzliche Änderungen, erklärte er: "Seit Ende 2009 ist unser zweiter von drei Rettungswagen 24 Stunden im Einsatz. Dadurch und durch den Neubau der Wache in Neu Schrepkow 2010 bekamen wir 14 neue Mitarbeiter im Rettungsdienst", sagte Glaeser. Größere Räumlichkeiten wurden notwendig.

Mit dem Anbau sei die Rettungswache in Perleberg wieder auf dem neusten Stand und erfülle die Vorgaben zu 100 Prozent, versicherte Glaeser. Außerdem gäbe es nun genügend Platz, für einen sanitären Gerätewagen, der bei großen Schadenslagen mit vielen Opfern zum Einsatz kommen soll. Dessen Anschaffung wird für das kommende Jahr erwogen. Die Kosten für den 1,25 Millionen teueren Anbau übernahm das Prignitzer Kreiskrankenhaus in Perleberg.

Damit seien die größeren Investitionen in Perleberg vorerst abgeschlossen. Als nächstes stünde ein Neubau für die Wache in Lenzen an. Der sei längst überfällig, meint Lutz Thomas Dieckmann, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes: "Die Einsatzkräfte dort sitzen zwölf Stunden in dieser Butze. Die brauchen die Möglichkeit, sich ordentlich zu duschen oder sich auch mal zurück zu ziehen."

Seit dem Einzug der Rettungswache Lenzen in das Gebäude in der Straße am Volkspark in den 1990er Jahren wurden nur kleinere Mängel behoben. Bereits im Januar 2012 beklagte der damalige Rettungsdienstleiter Erhard Henning eine marode Bausubstanz, Wasserschäden und Probleme mit dem Fundament gegenüber dem "Prignitzer". Zu dieser Zeit wurde der Umzug fest geplant. Doch Verhandlungen mit der Krankenkasse hätten den Neubau hinaus gezögert: "Wir haben ein Grundstück am Bahndamm gefunden. Voraussichtlich nächste Woche wird der Bauantrag gestellt. Wenn alles klappt, rechne ich mit einer Fertigstellung der Wache im Jahr 2014", hofft René Glaeser.

Der Bau soll nach dem Vorbild der Rettungswache in Neu Schrepkow gebaut werden. Dieser kostete 230 000 Euro und ist laut Dieckmann seitdem zu einem wichtigen Standbein geworden.

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