Nein zu Billigpolizei

<strong>Vor der Wittenberger</strong> Wache informierten die Beamten Bürger über ihr Anliegen. <foto>Lars Reinhold</foto>
Vor der Wittenberger Wache informierten die Beamten Bürger über ihr Anliegen. Lars Reinhold

svz.de von
06. Juli 2010, 08:55 Uhr

Wittenberge | Ob Anforderungsformular für einen Polizeieinsatz, Lotterie zur Inneren Sicherheit, wo 18 von 51 erhaltenswerten Polizeiwachen angekreuzt werden können oder der Hinweis für Straftäter, sich künftig doch bitte selbst online anzuzeigen - der schwarze Humor, der aus den Aktionsblättern der Gewerkschaft der Polizei (GdP)spricht, zeigt den Unmut mehr als deutlich.

Verteilt wurden sie gestern vor den Polizeiwachen Pritz walk und Wittenberge, die im Rahmen der geplanten Polizeireform im Land Brandenburg möglicherweise zur Diskussion stehen. "Wir wollen die Bürger darauf aufmerksam machen, dass die Wittenberger und andere Wachen künftig vielleicht nicht mehr 24 Stunden täglich besetzt sein könnten", so Frank Radloff von der GdP. "Wir wollen unsere Arbeit gut machen und die Sicherheit der Bürger gewährleisten, aber es ist fraglich, ob das nach der Polizeireform noch geht."

Hintergrund der Protestaktionen ist die heutige Vorstellung der Ergebnisse einer Arbeitsgruppe, die Innenminister Rainer Speer vor wenigen Monaten eingesetzt hat, um eine Reform der Brandenburger Polizei auszuarbeiten. Dabei werden Stellenkürzungen und die Schließung vieler Polizeiwachen erwartet.

Die Perleberger SPD äußerte sich in einer Pressemitteilung kritisch. Eine Optimierung der Polizeiarbeit setze eine unvoreingenommene Prüfung der Organisationsstrukturen auf ihre Funktionsfähigkeit voraus. Dabei sei das Sicherheitsbedürfnis der Prignitzer zu berücksichtigen. Erst dann dürfe die Kostenfrage gestellt werden.

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