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Feuerwehren : Nebeliner und Bälower ganz vorn

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

In Karstädt ging es beim Gemeinde- und in Bad Wilsnack/Weisen beim Amtsausscheid der Wehren um Meter und Sekunden

von
erstellt am 11.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Mehrere Gemeinden ermittelten am Wochenende ihre beste Feuerwehr.

In Seetz trafen sich die Karstädter Blauröcke, und die beste Mannschaft kommt aus Nebelin. Der Gastgeber schafft es auf den 13. Platz. „Wir sind nicht Letzter“, kommentiert Ortswehrführer Benjamin Hamann. Ganz ohne Ehrgeiz seien sie nicht in den Wettkampf gegangen, „aber selbst der letzte Platz wäre für uns okay, der Spaß steht im Vordergrund“, sagt er.

Außerdem seien sie ja nicht die jüngsten, zumindest was das Alter der Wehr betrifft. Sie feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag und mit rund 30 Mitgliedern, davon die Hälfte im aktiven Dienst, sei die Truppe gut aufgestellt.

„Für unseren Haufen war das gut“, kommentiert Siegbert Theiß den Löschangriff nass. Mit 44,11 Sekunden sind die Boberower zwar weit abgeschlagen, „aber mehr ist nicht drin“, sagt er. Noch Freitagabend wollten sie absagen. Drei Kameraden hatten sich während der Woche krank gemeldet. Frauen rückten nach und ältere Kameraden, manche haben ihren 50. Geburtstag schon gefeiert, schmunzelt Petra Schulz, die selbst auch nicht aktiv eingreifen konnte.

Groß Warnow ging als Titelverteidiger an den Start. Im letzten Jahr gelang der Wehr ein Dreifacherfolg: Männer, Frauen und Jugend. „Das schaffen wir nicht erneut, wir konzentrieren uns auf dem MV-Cup“, so Ortswehrführer Andreas Freitag. In Mecklenburg-Vorpommern nehmen sie an drei von vier Wettkämpfen einer Serie teil und im September geht es gar zu einem bundesweiten Kräftemessen auf die Insel Poel, zu dem 130 Teams erwartet werden. „Dafür trainieren wir richtig hart“, meint Freitag.

Gemeindewehrführer Maik Hortig ist mit der Teilnahme zufrieden, mit Ausnahme von Mankmuß und Reckenzin sind alle Wehren vertreten. Im nächstem Jahr werde es nicht mehr den klassischen Ausscheid geben.

Dann werde es um feuerwehrtechnische Fragen gehen, ein Modus, den bereits mehrere Wehren im Kreis praktizieren und den auch Karstädt im vergangenen Jahr getestet hatte.

14 Ortswehren gibt es im Amt Bad Wilsnack/Weisen. Dass 13 von ihnen Wettkampfteams aufstellten, um beim Amtsausscheid die Kräfte zu messen, sei gut, sehr gut sogar, sind sich Amtsbrandmeister Roland Muntau und Amtsdirektor Torsten Jacob einig. „Klar gilt es, an solch einem Tag Fitness und Stärke unter Beweis zu stellen. Aber es ist ja auch die Gelegenheit, die Nachbarwehren noch besser kennen zu lernen, zu gucken, was sie an Technik haben“, fügt Jacob als Erklärung an. Denn den Wehren im Amtsbereich geht es nicht anders als anderswo. „Einzelne Ortswehren haben zwischen 8 und 17 Uhr Schwierigkeiten, bei Alarm ihre Fahrzeuge zu besetzen. Deshalb müssen alle einfach enger zusammenarbeiten“, so Muntau. Das Amt stellt sich darauf ein. „Wir überarbeiten unsere Ausrückeordnung, werden sie mit der Einsatzleistelle in Potsdam neu abstimmen, damit die Leute dort wissen, dass es über Tag manchmal nicht reicht, nur eine Wehr zu alarmieren.“ Wie gefordert die Kameraden im Amtsbereich sind, belegt allein schon die Tatsache, dass sie in diesem Jahr bereits zu 34 Einsätzen ausrücken mussten.

Als guter Gastgeber und dafür mehrfach gelobt erwiesen sich die Legder, die mit ihrem Sportplatz und dem angrenzenden Gelände, wo die Technik- und DRK-Prüfungen stattfanden, wirklich gute Bedingungen boten. Den Amtsausscheid im nächsten Jahr wird die Ortswehr von Kuhblank ausrichten. Sie gehört mit Roddan zu den kleinsten im Amt. „Wir haben 15 aktive Kameraden, davon sind heute zehn hier in Legde im Einsatz“, so der stellvertretende Wehrführer Uwe Wollgast. Für die Blauröcke unter der Wehrführung von Detlef Nühs sei es keine Frage gewesen. Sie wollten mit einem eigenen Wettkampfteam an den Start gehen.

Etwas weniger glücklich gewählt war der Termin für den Amtswettbwerb für Breese. „Arbeit, Krankheit, andere wichtige Verpflichtungen“, nennt die Wehrführung als Gründe, weshalb die sieben für eine Mannschaft benötigten Männer nicht zusammen kamen. Die Frauen aus Breese vertraten ihre Wehr. Ein zweites Frauenteam kam aus Grube.

Große Freunde am Ende bei den Männern aus Bälow . Sie sicherten sich den Sieg, gefolgt von den Teams aus Grube und Groß Breese.

Bei den Frauen hatten die Kameradinnen aus Grube die Nasen vor.

 
 

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