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Der Prignitzer

19. November 2017 | 04:30 Uhr

Radio : Navi ist noch unverzichtbar

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Verkehrsfliegerin Sandra Fritsch folgt als neue Perleberger rbb-Studio-Chefin auf Angelika Schramm

Viele Prignitzer kennen Sandra Fritsch als Verkehrsfliegerin von Antenne Brandenburg. Seit Kurzem leitet sie auch das Perleberger rbb-Studio. Die gebürtige Cottbuserin hat die Nachfolge von Angelika Schramm angetreten, die im Sommer in den Ruhestand ging.

In wechselnden Schichten ist die Mittdreißigerin von Montag bis Freitag jeweils zur halben Stunde mit Lokalnachrichten aus der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin zu hören. Dieser Job sei für sie nichts Neues. „Ich habe bei Antenne eigentlich schon alles gemacht.“ Fritsch hat moderiert, war als Reporterin im Einsatz und als Nachrichtensprecherin zu hören. Danach ging es als Verkehrspilotin in die Lüfte, sie schickte von hoch oben Infos über Staus, Verkehrsunfälle und anderes über den Äther. „Das ist richtig toll, wenn ich mit 160 Stundenkilometern mir Brandenburg aus der Luft angucken darf.“ Daher ist sie froh über die Entscheidung ihres Senders, dass sie neben ihrer neuen Aufgabe in Perleberg weiter einmal im Monat in ihre Cessna steigen darf.

Nach zwei Monaten fühlt sich die Journalistin in der Prignitz richtig wohl. Obwohl sie immer noch einen Koffer in Berlin hat, ihr Freund lebt noch in der gemeinsamen Wohnung im Prenzlauer Berg, hat sie sich privat in Wittenberge eingerichtet. „Der Blick von meiner kleinen Wohnung über die Elbe ist einfach nur schön“, sagt sie.

Als sie ihrem Partner eröffnete, dass sie beruflich in den Nordwesten Brandenburgs wechselt, habe er schon etwas verdutzt geguckt. „Er hat sofort Google-Maps aufgemacht und im Internet nachgeschaut, wie weit die Prignitz von Berlin entfernt ist.“ Mittlerweile war ihr Freund ein paar Mal in Wittenberge. Sie fährt in der Woche und am Wochenende nach Berlin. „Alles hat sich bereits eingependelt. Wir sehen uns jetzt genau so oft, wie früher“, freut sie sich.

Ansonsten betrete sie jeden Tag in der Prignitz Neuland. „Auf Reporterreisen dürfte man mir mein Navi im Auto noch nicht wegnehmen. Ich gebe zu, dass ich mich hier örtlich noch nicht so gut auskenne.“ Das werde sich mit der Zeit geben. „Ich bin gerade auf Vorstellungstour bei Landräten, Bürgermeistern und Amtsdirektoren. Da lerne ich immer zu etwas Neues dazu“, verrät sie.

Aus der Luft kennt sie die Prignitz übrigens wie ihre Westentasche. „Ich habe auf dem Verkehrslandeplatz in Heinrichsfelde das Fliegen erlernt und über der Region einige Runden gedreht“, sagt sie.

Fritsch sei rundum ein glücklicher Mensch. Radiomachen liebe sie, Fliegen sei einfach nur traumhaft und privat stimme es auch. Und ihr Job im Perleberger rbb-Studio lasse kaum Wünsche offen. 

 

Georg-Stefan Russew

 

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