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Der Prignitzer

19. November 2017 | 22:49 Uhr

Naturschauspiel an der Elbe

vom

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2012 | 04:37 Uhr

Rühstädt | Wer sich dieser Tage im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg zu einem Deichspaziergang aufmacht, sieht und hört ein einzigartiges Naturschauspiel: Im Gebiet der Biosphäre sind zurzeit über 20.000 Wasservögel zu Gast.

Besonders vielversprechend sind die Aussichten auf große Sammelplätze am Abbendorfer/Gnevsdorfer Werder, südlich Wittenberge, im Elbbogen Cumlosen-Müggendorf, bei den Fähren Lütkenwisch und Lenzen sowie in den Vorländern der Lenzer Wische, zum Beispiel am Werder Mödlich und bei Besandten und Baarz.

So zählte Ornithologe Thomas Heinicke, Mitarbeiter in der Biosphärenreservatsverwaltung, vor kurzem über 10 000 Saat- und Blässgänse, mehr als 2000 Singschwäne und fast 150 Zwergschwäne an der Elbe. "Momentan befinden sich im Bereich des Gnevsdorfer Wehres sogar um die 3500 Singschwäne", informierte gestern Anneliese Struck von der Verwaltung des Biosphärenreservats in Rühstädt.

Waren zum Jahreswechsel aufgrund der milden Witterung nur wenige hundert Singschwäne anwesend, gab es durch den Kälteeinbruch starken Zuzug aus östlicher gelegenen Rastgebieten, wie Markierungen der Vögel aufzeigen.

Dagegen hatten sich die bereits gesichteten 460 Weißwangengänse, Tausende Blässgänse und über 3500 Pfeifenten eigentlich bereits auf Frühling eingestellt und waren wieder aus Überwinterungsgebieten in den Niederlanden an die Elbe zurückgekehrt. Insbesondere in Westeuropa überwinternde Vögel reagieren oft sehr rasch auf milde Witterung und ziehen dann schon vorfristig in Richtung ihrer Brutgebiete zurück.

Mehrere hundert Kraniche, die sich bereits im Gebiet eingefunden hatten, haben sich hingegen aufgrund der stark gefallenen Temperaturen in den vergangenen Tagen doch wieder auf den Weg in wärmere Gefilde aufgemacht und sind Richtung West und Südwest abgezogen.

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