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Der Prignitzer

24. November 2017 | 23:31 Uhr

Naturgenuss auf dem Kutschbock

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Pferdefreunde treffen sich in Dallmin zu einer gemeinsamen Ausfahrt / Silja Schörfke kommt mit ihrem griechischen Gast

von
erstellt am 10.Mai.2015 | 12:16 Uhr

Für Silja Schörfke dürfte es ein ruhiger Ausritt werden. Knapp 20 Kilometer liegen vor der 14-Jährigen und ihrem Pferd Paris. Eigentlich nehmen sie an Fahrturnieren teil, messen sich mit anderen Gespannen, am Sonnabend sollte die Natur im Vordergrund stehen.

„Ich kenne die Wälder rund um Dallmin noch nicht“, erzählt Silja Schörfke. Sie wohnt in Klein Warnow, und dort gebe es gewiss keinen Waldweg, den sie noch nicht gefahren sei. „Aber heute freue ich mich darauf, Neues kennen zu lernen.“

Dass sie mit weitem Abstand die Jüngste im Fahrerfeld sein wird, stört sie nicht, denn Lena Verginis begleitet sie. Die junge Frau kommt aus dem Norden Griechenlands und lebt seit mehr als einem Jahr auf dem Hof in Klein Warnow. „Ich absolviere ein Freiwilliges Ökologisches Jahr und habe das um sechs Monate verlängert, weil es mir so viel Spaß macht“, sagt sie.

Ihre Mutter ist eine Deutsche aus der Nähen von Düsseldorf, ihr Vater Grieche. Während wir Deutschen von den Sandstränden und dem blauen Meer auf der Halbinsel Chalkidiki träumen mögen, ist Lena Verginis dort aufgewachsen. „Aber von Pferden hatte ich keine Ahnung“, gesteht sie.

Mittlerweile reitet sie und sitzt fest im Sattel. Silja sei eine gute Lehrerin und offenbar gleichzeitig eine gute Schülerin, denn sie trainiert erst seit zwei Jahren und ist bereits in den brandenburgischen Landeskader aufgerückt. Mehrere Turniersiege sprechen für ihren Erfolg. Ende Mai beginnt die neue Saison und die soll ähnlich erfolgreich verlaufen, verrät sie ihren Wunsch.

Während dessen füllt sich bei Familie Tuppat der Hof mit Gespannen. Gaby Tuppat hakt auf ihrer Liste die Teilnehmer ab, kassiert Beiträge. Seit 14 Jahren gebe es dieses Treffen im Frühjahr und in jedem Jahr sei ein anderer Kutscher der Gastgeber. „Zusammen mit Familie Pröhl haben wir die Route ausgewählt. Nach einem gemütlichen Frühstück starten wir, und am Ende wird es gebackenes Schwein geben“, fasst Gaby Tuppat des Tagesablauf zusammen.

Karin und Wilfried Kobs fahren durch die Auffahrt auf den Hof. Sie kommen aus Kribbe, hatten also nur eine kurze Anfahrt und begrüßen die anderen Pferdefreunde mit einem lautem Hallo. In ihren Stoffbeutel klirren kleine Flaschen, unterwegs wird es wohl einen Umtrunk geben.

„Der eine fährt Motorrad, der andere fotografiert und wir fahren Kutsche, weil es uns Spaß macht.“ So einfach sei das, was soll man da groß erklären, meint Wilfried Kobs. Drei Kutschen besitzen sie, aber mit Oli und Nils nur noch zwei Pferde. Einst waren es mehr, auch an Turnieren nahmen sie teil. Jetzt lassen sie es ruhiger angehen. Ob gemeinsame Ausfahrt mit anderen Kutscherfreunden wie heute oder abends den Wagen anspannen und raus ins Grüne: „Wir genießen jede Fahrt“, sagt Wilfried Kobs.

 

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