Prignitzer Heimat : Napoleon auf der Spur

Es ist die 64. Auflage der „Prignitzer Heimat“.   Repro: Heimatverein
Es ist die 64. Auflage der „Prignitzer Heimat“. Repro: Heimatverein

Heimat-, Geschichts- und Kulturverein legt „Prignitzer Heimat“ Nummer 64 auf.

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19. Dezember 2018, 05:00 Uhr

Pünktlich zum Weihnachtsfest hat der Heimat-, Geschichts- und Kulturverein Breese, Groß Breese, Kuhblank ein neues Heft der Prignitzer Heimat aufgelegt. In diesem sind die Pomologin Urte Delft und die Heimatforscherin Silke Last „Napoleon“ auf die Spur und damit ist nicht etwa der berühmte französische Herrscher, sondern eine beliebte Prignitzer Apfelsorte aus den 1930er Jahren gemeint. Diese sei wiederentdeckt worden, heißt es in der Mitteilung zum neuen Heft von Frank Stubenrauch, verantwortlicher Redakteur. Seit Jahrzehnten habe kein Prignitzer mehr von der beliebten Apfelsorte gesprochen. Keiner wusste mehr, wie er schmeckte. Und dennoch habe er an vereinzelten Stellen überlebt. Ebenfalls lädt in dieser 64. Ausgabe der Prignitzer Heimat Nadine Bauer vom NABU in Rühstädt zu naturkundlichen Beobachtungen in die Elbtalaue ein.

„Die Prignitzer Heimat bietet wie stets ein buntes Spektrum heimatgeschichtlicher Beiträge“, verspricht Stubenrauch.

Auch Themen in der Ausgabe: Das „Falsche Stadtwappen“ von Wittenberge und die hocherbauliche Korrespondenz der Stadtoberhäupter von Lenzen und Perleberg aus dem Jahre 1829.

Dr. Heinz-Dieter Winter, einst stellvertretender DDR-Außenminister, erinnert sich an seine Kindheit in Wittenberge und der Prignitzer Historiker Dr. Wolfram Hennies beleuchtet das sehr oft als Verzierung geschnitzte Herz, das als Liebessymbol und Glücksbringer in vielen volkskundlichen Objekten entdecken werden kann, sei es in Fensterläden, an Stühlen oder auf dem „Örtchen“, so Stubenrauch weiter.

Das 96 Seiten starke Journal ist in Buchläden in Wittenberge, Perleberg, Pritzwalk, Kyritz und Wittstock sowie in den Tourist- und Stadtinformationen der Prignitz zu haben.

Zwei Mal im Jahr veröffentlicht der Heimatverein eine Ausgabe. Das erste Heft erschien 1987, damals noch mit einer Auflage von über 1000 Stück. „Heute sind es noch 700, von denen wir 80 bis 90 auch in ganz Deutschland verschicken“, so Stubenrauch. Hinzu kamen bisher drei Sonderausgaben. Eine zum Brandenburg-Tag in Wittenberge (2018), eine zu 170 Jahren Bahnhof Wittenberge (2016) und eine zu 100 Jahren Rathaus Wittenberge (2014) .

Das Redaktionsteam besteht aus zwölf Mitgliedern und „vielen weiteren ehrenamtlichen Zuschreibern“, ergänzt Frank Stubenrauch.

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