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Wittenberger Innenstadt : Nähzentrum in der Bahnstraße schließt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Lebenshilfe begründet Rückzug aus der Bahnstraße mit fehlender Wirtschaftlichkeit

von
erstellt am 19.Mai.2016 | 04:45 Uhr

Im Januar 2013 hat eine Betreibergesellschaft des Lebenshilfevereins, die Sozialwerke Prignitz Integrationsbetriebe GmbH, das Nähzentrum von Kurt Weber in der Bahnstraße in Sternnähe übernommen. Jetzt, gut drei Jahre später, schließt die Lebenshilfe das Zentrum. „Der Mietvertrag ist zum 30. Juni gekündigt“, sagt Lebenshilfe-Geschäftsführer Tom Buchholz. Als Grund für die Geschäftsaufgabe nennt er „fehlende Wirtschaftlichkeit“.

Bei der Übernahme 2013 war das Sozialwerk noch optimistisch gewesen. Die Lebenshilfe übernahm die vom Fachhändler angebotenen Leistungen und konzentrierte dort außerdem sämtliche Dienstleistungen, die die GmbH bis dahin in der Perleberger Straße für ihre Kunden angeboten hatte – wie Wäscheannahme, Schuhreparaturen und mehr. „Wir haben auf die Synergieeffekte beider Angebotsschienen gesetzt“, so Buchholz, aber damit doch keine nachhaltige wirtschaftliche Wirkung erzielt.

Wie der Geschäftsführer versichert, werden die im Nähzentrum jetzt angebotenen Dienstleistungen der Lebenshilfe nicht wegfallen, sondern anderswo konzentriert, die Wäscheannahme beispielsweise im Center in der Kyritzer Straße.

Das Nähzentrum als Fachgeschäft verschwindet allerdings aus der Einkaufslandschaft im Stadtzentrum, die in den letzten Monaten sowieso bereits merklich dünner wurde. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat das Schokoladen-Spezialitätenfachgeschäft in der Bahnstraße nahe des Bahnhofs geschlossen. Die Buchhandlung Bulz ist schon seit etlichen Monaten neu zu vermieten.  

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