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Karstädt : Nadelöhr Kreisverkehr im Visier

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Landesstraßenmeisterei lässt Neugestaltung planen

von
erstellt am 27.Feb.2015 | 20:00 Uhr

„Wir müssen mal schauen, was man mit dem Kreisverkehr generell macht. Das könnte auch eine Umgestaltung sein“, hatte vor gut einem Jahr Dominik Schmidt, Regionalbereichsleiter der Landesstraßenmeisterei Brandenburg West gegenüber dem „Prignitzer“ geäußert. Damals waren zum wiederholten Male Pflastersteine aus dem Innenring des Karstädter Kreisels herausgefahren worden. Notdürftig wurden die Löcher mit Asphalt aufgefüllt. Das sei aber nur eine vorübergehende Maßnahme, die notwendig zur Verkehrssicherheit war, hieß es damals.

Und jetzt soll sich dort etwas bewegen. „Es liegt dem Bauamt ein Schreiben vor, dass in diesem Jahr geplant ist, den Kreisverkehr unter Vollsperrung neu zugestalten“, informierte Karstädts Ortsvorsteher Andre Lüdemann den Ortsbeirat auf der jüngsten Sitzung. Der Landesstraßenmeisterei ist bewusst, dass die Probleme mit dem beschädigten Innenring immer wieder auftreten können, da der Durchmesser des gesamten Kreisverkehrs nur das Mindestmaß von 26 Metern für einen kleinen Kreisverkehr hat. Die bepflanzte Insel inmitten des Kreisels hat auch nur einen Durchmesser von acht Metern, neun – wie üblich – wären auch hier von Vorteil.

Und der Lkw-Verkehr wird dort nicht nachlassen. Er wird im Zuge der Fertigstellung der A14 sicher noch eine größere Rolle spielen, denn die Landesstraße 13, die von Putlitz durch Karstädt über den Kreisverkehr weiter nach Postlin zur B5 und später zur A14 führt, wird dann eine entscheidende Zwischenverbindung beider Autobahnen sein.

Daher will die Landesstraßenmeisterei den Karstädter Kreisverkehr, der vor elf Jahren gebaut wurde, auch schnellstmöglich in Angriff nehmen und neu gestalten. „Wann das alles soweit ist, können wir noch nicht sagen. Die Planungen für eine Neugestaltung des Kreisverkehrs sind in Vorbereitung. Wir müssen aber erst einmal abwarten, wie viel Geld wir letztendlich zur Verfügung haben. Die Landesregierung will ja mehr in den Straßenausbau investieren“, so Dominik Schmidt von der Landesstraßenmeisterei Brandenburg West.

Der Kreisverkehr ist die eine Sache, die L13, die auf ihn zu- und von ihm abführt eine andere. Denn sie bedarf auch der Erneuerung. Durch den Schwerlastverkehr wackeln in den Schränken die Tassen. Und da gibt der Ortsbeirat nicht auf. Schon 2009 sammelten Anlieger Unterschriften, damit sich dort etwas bewegt. Andre Lüdemann zeigt sich seitdem in regelmäßigen Abständen kämpferisch. „Das ist kein Zustand. Der Schwerlastverkehr allein schon durch die ortsansässigen Firmen wie Avena ist ja hoch. Das ist eine Belastung. Dass die Tassen im Schrank wackeln, hat ja wohl eher mit dem Straßenuntergrund zu tun“, ist sich Lüdemann sicher. Er weist auch daraufhin, dass man nicht nur eine Erneuerung der L13 in Betracht ziehen sollte, sondern im Zuge der Lärmaktionsplanung auch eine Umgehung der Karstädter Ortslage entlang der Milchviehanlage, um den Großteil des zu erwartenden Schwerlastverkehrs aus dem Ort zu bekommen.

 

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