Open-Air-Konzert in Kuhbier : Nach zehn Mal „Kuhstock“ hat sich’s ausgerockt

Die  Macher von Kuhstock: Manuel Sauer, Nico Beer, Marcel Kluge, Karsten Lehmann. Von  2011 an  musste das Vierergespann allerdings ohne Marcel Kluge auskommen. Er wohnte mittlerweile zu weit entfernt vom Geschehen.
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Die Macher von Kuhstock: Manuel Sauer, Nico Beer, Marcel Kluge, Karsten Lehmann. Von 2011 an musste das Vierergespann allerdings ohne Marcel Kluge auskommen. Er wohnte mittlerweile zu weit entfernt vom Geschehen.

Macher des Festivals legen die Veranstaltungsreihe auf Eis. Es kommen einfach zu wenig Leute. Treffen wird es weiterhin jährlich geben.

svz.de von
13. Dezember 2013, 12:00 Uhr

Zehn ist eine runde Zahl: Die Veranstalter des Festivals „Kuhstock open air“ hatten bereits vor der diesjährigen Veranstaltung Ende August angedeutet, dass sie anschließend ernsthaft darüber nachdenken werden, ob das Rockfestival weiterleben wird. „Wir können nicht in die Zukunft schauen und wollen das, was vielleicht in den nächsten Jahren passiert, offen lassen. Aber: Nach dem zehnten hören wir erst einmal auf“, sagt Karsten Lehmann, neben Manuel Sauer und Nico Beer einer der Organisatoren und auch einer der Geburtshelfer des „Kuhstock“.

Hauptgrund: Es kommen einfach zu wenig Leute. Insbesondere zur zweitägigen Jubiläumsausgabe hatte man auf wesentlich mehr Publikum gehofft und das Event auch in sehr viel größerem Maße als bisher beworben, blickt Karsten Lehmann zurück. „Wir haben mehr als 35 000 Flyer per Hand verteilt, haben in den Medien Reklame gemacht, auch in einem größeren Umkreis als sonst geworben. Eine Konkurrenzveranstaltung in der Region gab es zu diesem Zeitpunkt nicht“, so Lehmann. Das Festival war zudem aufgrund seines familiären Flairs bekannt und beliebt. Diejenigen, die hierher kamen, fühlten sich stets wohl, wurden super umsorgt.

Die finanzielle Betrachtung der Sache spiegele dabei nur eine Seite der Medaille wider. „Wir stehen alle in Lohn und Brot, haben auch Sponsoren, die uns seit Jahren gut unterstützen“, verdeutlicht Karsten Lehmann. Wenn sich das Festival nicht aus den Einnahmen trage, sei es also kein Beinbruch. „Aber, wir machen es ja nicht für uns, sondern für musikinteressierte Leute. Und wenn die nicht kommen …“. Traurig seien die Organisatoren nach Entschlussfassung Ende November während des Auswertungstreffens definitiv gewesen. „Andererseits muss man aber auch sehen, dass unsere zeitlichen Engpässe stärker geworden sind“, sagt Karsten Lehmann. Für die Macher wurde es mit zunehmender Professionalität des Festivals immer aufwändiger, die gesamte Vorbereitung und Durchführung zu managen. „Wir sehen es nicht nur negativ: Wir haben es geschafft, zehn Jahre lang in der Prignitz ein solches Festival zu etablieren. Natürlich wird künftig aber im Kalender etwas fehlen. Diese Rückmeldungen hatten wir auch schon“, so Lehmann.

Aus einem eher privaten Freunde- und Familientreffen ist „Kuhstock“ einst entstanden. Und das will man auf jeden Fall beibehalten, sich sozusagen zurück an die Wurzeln begeben. Das nächste Treffen – also eigentlich dann das elfte „Kuhstock“ soll im Juni/Juli 2014 stattfinden.


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