Jahnschulviertel in Wittenberge : Nach zehn Jahren muss die Säge ’ran

Xavier drückte  einige der Apfeldorn-Bäume an der Jahnschule um. Die Bäumchen haben laut Fachmann nicht ordentlich gewurzelt. Ein Fehler war augenscheinlich, dass die Baumscheiben von Anfang an zu klein gewählt waren.
Xavier drückte einige der Apfeldorn-Bäume an der Jahnschule um. Die Bäumchen haben laut Fachmann nicht ordentlich gewurzelt. Ein Fehler war augenscheinlich, dass die Baumscheiben von Anfang an zu klein gewählt waren.

Apfeldornbäume an der Jahnschule werden ersetzt.

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02. Februar 2018, 12:00 Uhr

Die im Oktober 2007 vor der Jahnschule gepflanzten Apfeldornbäume werden gefällt und durch neue, ebenfalls Apfeldorn, ersetzt. Die Bäume hätten nicht wie erwartet gewurzelt, erklärt Peggy Heyneck vom Sachgebiet Umwelt im elbestädtischen Bauamt. Wie die Fachfrau sagt, trage die Baumschutzkommission der Stadt diese Entscheidung mit. „Wir standen vor der Frage, auf diesem Platz dauerhaft Pflegefälle stehen zu haben oder eine Neubepflanzung vorzunehmen“, erklärt Heyneck. Die Entscheidung fiel für die Neubepflanzung, „um dort vor der Schule auf Dauer ein städtebaulich ansehnliches Ensemble zu schaffen“.

Sturm Xavier hatte im Oktober den kleinwüchsigen Bäumen, obwohl angebunden, zugesetzt. „Wir mussten drei von ihnen gleich entnehmen. Fünf weitere Bäume standen schief“, sagt Heyneck.

Die Probleme mit dem Apfeldorn reichen nach ihren Worten aber deutlich länger zurück. „Schon 2014/15 stand ein Großteil der Bäume schief.“ Deshalb sei dann ein Exemplar ausgegraben worden. Es habe sich gezeigt, „dass die Wurzeln sich nicht wie eigentlich zu erwarten war, entwickelt hatten bzw. haben“. „Für uns stellte sich damit die Frage: Wie kann man mit den Bäumen umgehen? Wir haben deshalb einen Gutachter eingeschaltet.

Dieser hat laut Heyneck bestätigt, dass „Bäume so krumm und schief“ stünden, weil sie nicht ausreichend gewurzelt hätten. Nach Gutachtermeinung seien sie im Interesse ihres Wachstums auch nicht rechtzeitig von ihren Halterungen abgebunden worden.

Um dem neuen Apfeldorn diesmal bessere Wuchschancen zu geben, sollen die Bäumchen größere Baumscheiben erhalten, kündigt Heyneck an. Diese sind bei der Pflanzaktion vor gut zehn Jahren zu klein gewählt worden.

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