Weltkriegsmunition in Breese : Nach Sprengung: Bombensuche geht weiter

Die ersten Bohrlöcher wurden nahe des Cafés Adis gesetzt.
Die ersten Bohrlöcher wurden nahe des Cafés Adis gesetzt.

Jetzt geht es um die Parkfläche am Sportplatz und den Bereich am Café. Dort reichen die Bohrungspunkte bis an die Terrasse

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11. Mai 2016, 21:00 Uhr

Wenige Wochen nachdem zwölf Weltkriegsbomben nahe Breese gesprengt worden sind, geht die Suche nach weiteren gefährlichen Überresten weiter.

Jetzt konzentrieren sich die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Brandenburg auf die Parkfläche neben dem Sportplatz und deren Zufahrt. Darüber informierte Peter Rollenhagen, Leiter des Bauamtes Bad Wilsnack/Weisen, die Gemeindevertreter von Breese auf ihrer jüngsten Sitzung. Weiterhin soll Ende des Monats auch der Bereich am Café Adis unter die Lupe genommen werden. „Auch dort gibt es Verdachtsfälle im Umfeld“, so Rollenhagen. Die roten Markierungspunkte für die Bohrungen reichen bis an die Terrasse des Cafés heran. „Man hat ein mulmiges Gefühl. Auch die Gäste fragen, was das für Punkte sind und sind überrascht, wenn man dann von einer Bombensuche spricht“, sagt Inhaberin Bettina Hoppe. Sie befürchtet, dass sie ihre Terrasse womöglich schließen muss. „Dass sie so dicht an uns herankommen, hätten wir nicht gedacht“, sagt Hoppe und blickt ungläubig auf den Boden. An den Ernstfall, wenn an ihrem Haus tatsächlich eine Bombe entdeckt wird, will sie noch nicht denken.

Insgesamt sollen die Bodenuntersuchungen auf dem Areal einen Monat dauern. Im Laufe des gestrigen Tages erfolgten die ersten Bohrungen. „Wir werden insgesamt 2000 Löcher in den Boden treiben, durch die wir dann wieder Sonden in die Erde hinablassen“, sagte Gerd Fleischhauer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst gegenüber dem „Prignitzer“. Die Zufahrt zur Parkfläche am Sportplatz ist asphaltiert. Für Fleischhauer sei das kein Problem. „Wir schließen die Löcher wieder. Auf dem Parkplatz selbst befinden sich Gitterplatten, die wir hochnehmen werden. “ Jedes Loch sei zwischen sechs und acht Zentimetern groß. Sollte die Zufahrtsstraße beschädigt werden, wäre es laut Peter Rollenhagen nicht so schlimm, da die Straße mit Mitteln aus dem Hochwasserfonds sowieso erneuert werden wird.

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