Hochzeit in Perleberg : Nach dem Ja-Wort ging es auf den Weihnachtsmarkt

Junges Paar aus Magdeburg kam zum Heiraten in die Rolandstadt und angestoßen wurde anschließend an Theos Glühweinstand

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23. Dezember 2013, 12:00 Uhr

„Wir haben Ja gesagt“. Lena Winkel-Wenke, wie sie jetzt heißt, und Mathias Winkel haben sich getraut – nach viereinhalb Jahren. Denn da hat es damals so richtig zwischen den beiden gefunkt. Im Standesamt der Rolandstadt gaben sie sich – als letztes Paar in diesem Jahr – das Eheversprechen. Und anschließend wurde die Hochzeitsgesellschaft zu Bratwurst und Glühwein auf dem Perleberger Weihnachtsmarkt eingeladen. „Ich habe meinen Gästen gesagt, sie sollen nicht in Frack und Hochzeitsrobe kommen, sondern sich warm anziehen“, sagt die junge Braut und muss selbst über ihre Worte schmunzeln. Sie jedenfalls habe ihr Hochzeitsoutfit dem angepasst – ganz in weiß mit langem Schleier ist nicht. „Ich finde es so toll, dass wir zu unserer Hochzeit gar den Weihnachtsmarkt vor der Tür haben.“ Nach der Stippvisite auf diesem ging es für die frischvermählten Magdeburger auf Hochzeitstrip an die Ostsee.

Wie kamen sie aber nun darauf, gerade in Perleberg zu heiraten? „Schuld ist die Standesbeamtin Rommy Elster“, gesteht Lena. Geboren in Perleberg, habe sie einen Geburtenregistereintrag benötigt und so mit dem Standesamt telefoniert. „Bis dato kannte ich nur stocksteife Standesbeamte, jene am anderen Ende des Telefons war dagegen locker und super nett.“ So fragte Lena, ob man eigentlich überall heiraten könne. „Das kann man“, kam zur Antwort und für die 32-Jährige stand damit so gut wie fest, „wir geben uns in Perleberg das Ja-Wort“.

Der jungen, hübschen Tanzpädagogin und dem 38-jährigen Bühnentechniker gleich taten es in diesem Jahr 65 Paare. „Das sind zwar einige weniger als im Vorjahr, das ist aber die Chance, dass es im nächsten wieder mehr werden“, fügt Standesbeamtin Rommy Elster mit einem Lächeln an. Zehn Vormerkungen für das erste Halbjahr gäbe es schon, und ein Paar beabsichtige am Stadtfestsamstag, dem 28. Juni, sich das Ja-Wort zu geben.

Gang und Gebe sei inzwischen, dass die Brautleute zumeist über 30 Jahre alt sind. Kennen lernt man sich vielfach auf der Arbeit oder immer öfters auch über die sozialen Netzwerke im Internet oder eben bei Freunden. Letzteres trifft übrigens auch auf das Magdeburger Pärchen zu. Vor zehn Jahren sahen sich Lena und Mathias bei Freunden das erste Mal, verloren sich dann aber aus den Augen. Vor vier Jahren war es wieder eine Freundin, die für ein Wiedersehen sorgte. Fortan hatte jeder dann nun noch Augen für den anderen, „obwohl wir grundverschieden sind. Aber Gegensätze ziehe sich bekanntlich an.“

Für Lena und Mathias Winkel stand fest, sie wollen klein, ohne viel Brimbamborium heiraten, „einfach und schön“, so die junge Braut.

Ob nun in Samt und Seide oder Jeans-Outfit, ob mit Hut, Schleier oder Hochsteckfrisur und Perlenschmuck, mit großer Hochzeitsgesellschaft oder ganz alleine – „für die Brautleute ist es immer der aufregendste Tag im Leben“, wissen Rommy Elster und ihre Kollegin Marina Gleis. „Wir versuchen alles, damit es in jedem Fall auch der schönste Tag wird“, betont Rommy Elster. Und da kommt es dann auch schon mal vor, dass sie und ihre Kollegin nach der Trauung als Fotograf fungieren und für das „Beweisfoto“ sorgen.

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