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Prignitz : Nach dem großen Regen: Pegel sinken wieder

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hohe Wasserstände in Dömnitz und Stepenitz sinken wieder. Kreisstraße in der Gemeinde Karstädt unterspült

von
erstellt am 03.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Nach den anhaltenden Niederschlägen Ende der Woche sanken am Sonntag wieder die Pegel von Dömnitz und Stepenitz in der Prignitz. „Wir haben am Wochenende verstärkte Kontrolltätigkeiten durchgeführt. In den vergangenen Wochen trafen wir bereits Vorkehrungen, da wir aus der Erfahrung heraus wissen, dass es in dieser Zeit zu heftigen Regenfällen kommen kann. Wir hatten Brücken- und Wehranlagen freigemäht“, erklärte auf Nachfrage Frank Schröder, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Prignitz, der am Wochenende in Bereitschaftsdienst stand. Am Nachmittag verkündete er, dass die Pegelstände zurückgehen. Die Verbandsmitarbeiter hatten am Donnerstag und Freitag die Wehre in Pritzwalk, Meyenburg, Putlitz und Wittenberge schrittweise abgesenkt, wie Schröder berichtete.

Der Pegel der Dömnitz in Pritzwalk war am Freitag stark angestiegen und hat in der Stadt die Schwelle zur Alarmstufe 3 erreicht (wir berichteten am Sonnabend). Allerdings, so der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister Ronald Thiel, bestehe keine konkrete Gefahrenlage. Am Freitag hatten sich Vertreter der Stadt mit dem Katastrophenschutz des Landkreises und dem Wasser- und Bodenverband abgestimmt. In Pritzwalk ist vor allem die Dömnitz mit ihren Wassermengen aus Richtung Osten aus der Region um Sadenbeck das größte Problem. Vor der alten Tuchfabrik wird die Dömnitz geteilt in den Hauptstrom und den Umfluter. Beide Fließe führten sehr hohe Wasserstände und brachten die Wassermassen im weiteren Stadtgebiet wieder zusammen. Der letzte Stau in Pritzwalk ist die Kathfelder Mühle. Hier waren die Pegelstände ebenfalls sehr hoch, die Dömnitz trat aber noch nicht über die aus Beton gegossenen Ufer. Ein Landwirt in Pritzwalk misst seit vielen Jahren regelmäßig die Niederschläge in und um Pritzwalk. Seiner Aussagen nach fielen in der Zeit von Donnerstagmittag etwa 110 Liter Regen pro Quadratmeter binnen 24 Stunden.

Am Freitagabend hatte der Pegel am Hainholz 2,23 Meter, bei 2,25 wird die Alarmstufe 3 ausgelöst.

In Perleberg hatten die Anwohner an der Stepenitz Sorge, dass sie über die Ufer treten könnte. Nach dem Höchststand von 2,31 Metern gestern Morgen um 6 Uhr, sank der Pegel am Nachmittag bereits um sieben Zentimeter.

Mit einem anderen Problem hatten die Feuerwehrkameraden aus Garlin und Sargleben zu tun. Am Samstagnachmittag wurden sie informiert, dass die Kreisstraße zwischen den beiden Ortschaften an einer Stelle ein großes Loch aufweist und absackt. „Die Feuerwehrleute haben die Stelle erst einmal abgesperrt. Darunter ist ein Graben, man weiß ja nie, was da noch passiert. Die Kreisstraßenmeisterei hat ja keinen Bereitschaftsdienst. Die Leitstelle hat dann den Werkleiter informieren können. Ich habe Herrn Becker auch noch erreicht“, berichtete Karstädts Gemeindewehrführer Maik Hortig. Die Kreisstraßenmeisterei sperrte daraufhin die Straße erst einmal vollständig.

mark/thob

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