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Wittenberger Optikergeschäft An alter Stelle : Nach dem Brand neuen Mut gefasst

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Birgit Runge und ihr Mann erfuhren viel Zuspruch von Kunden und in den sozialen Netzwerken.

von
erstellt am 26.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Die Brandkatastrophe in ihrem Haus in der Bahnstraße 31 liegt erst drei Wochen zurück, doch Birgit Runge, Inhaberin des Optikerbetriebs Tautenhahn, ist guter Dinge. „Wir erfahren von den Kunden, aber auch von Menschen auf der Straße, viel Zuspruch. Auch auf unserer Facebook-Seite haben uns viele alles Gute gewünscht. Das gibt neuen Mut“, sagt die Unternehmerin mit Tränen in den Augen.

Von ihrem Ausweichgeschäft, einem einstigen Buchhandel in der Bahnstraße, blickt sie täglich auf ihr eingerüstetes Haus auf der anderen Straßenseite, in dem sich bis zum 5. März noch ihr Laden und mehrere Wohnungen befanden. Rußspuren an der Fassade von Nummer 31 zeugen von dem Feuer, das einen Schaden im hohen sechsstelligen Bereich anrichtete. Laut Polizei ist ein technischer Defekt nach aktuellem Ermittlungsstand auszuschließen. „Die gute Nachricht ist, dass die Versicherung die Baukosten übernimmt. In den vergangenen zwei Wochen wurde das Gebäude entkernt und gesäubert. Auch der Putz wurde entfernt, damit der Brandgeruch verschwindet“, berichtet Birgit Runge. Die schlechte Nachricht sei, dass im oberen Bereich „immenser Schaden“ entstanden sei. „Der Dachstuhl und die Zwischendecken sind stark beschädigt. Ein Statiker schaute sich in der vergangenen Woche an, wie viel vom Dachstuhl ausgetauscht werden muss.“ Im Grunde sei es aber so, dass im Innenbereich ein komplett neues Haus aufgebaut wird. „Wir machen aus der einen großen Wohnung, in der das Feuer entstand, zwei kleinere Wohnungen“, blickt Birgit Runge voraus. Diese seien leichter zu vermieten. Möglicherweise zieht die Tochter in eine der dann neuen Wohnungen. Im Herbst könnte das Haus fertig saniert sein. Inwiefern die anderen Mieter, die über einen separaten Aufgang verfügen und vorerst wieder einziehen konnten, von den Umbaumaßnahmen betroffen sein werden, kann Birgit Runge noch nicht sagen. „Aber es gibt von der Versicherung schon das Signal, dass sie die Miete für eine Ausweichwohnung für die Bauzeit übernehmen würde.“

Glück im Unglück hatten ihr Mann und sie trotz all der Umstände auch. „Wir konnten unsere optischen Geräte aus dem Laden retten und die Werkstatt wurde nicht beschädigt. So waren wir einsatzfähig und konnten schnell wieder unsere Arbeit aufnehmen“, sagt Birgit Runge. Die neuen Möbel für das Ladengeschäft würden nun geplant, dies brauche aber Zeit, weil es Maßanfertigungen sind. Die Neueröffnung habe sie fest im Blick, betont Birgit Runge. 

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