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Perleberger Wohn- und Geschäftshaus : Nach dem Brand in der Berliner 1

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ursache wird noch ermittelt / Einige Mieter konnten bereits zurück in Wohnungen oder Geschäftsräume, andere warten auf Gutachter

von
erstellt am 26.Jan.2015 | 20:00 Uhr

Am vergangenen Donnerstagabend entstand beim Großbrand des Wohn- und Geschäftshauses in der Berliner Straße 1 ein Schaden von geschätzt einer Million Euro. Zahlreiche Nutzer des Hauses sind vorübergehend anderswo untergekommen – einige können hier weiter arbeiten bzw. wohnen. Das Feuer entstand im Lager des Raumausstatter-Marktes Haack im Erdgeschoss.

Zur Brandursache ermittelten gestern noch immer die Experten des Landeskriminalamtes. Wahrscheinlicher als Brandstiftung sei ein technischer Defekt – wodurch genau und wann ausgelöst, dazu könne man jedoch noch nichts sagen, so eine Sprecherin der Polizeidirektion Neuruppin auf Nachfrage des „Prignitzers“. Eine zunächst vermutete, ernsthafte Gesundheitsgefährdung durch die Gase und den Ruß, die der Großbrand mit sich brachte, wird ausgeschlossen, so die für das Objekt zuständige Hausverwaltung, die ihren Sitz in Schwerin hat. Das Gesundheitsamt des Landkreises sei nicht gutachterlich tätig geworden. Das bestätigte gestern auch Landkreis-Sprecherin Christel Spenn. Die Behörde habe die Mieter lediglich mit einem Informationsblatt auf das richtige Verhalten nach dem Brand hingewiesen. Die statische Überprüfung des Gebäudes nach der Brandkatastrophe, so die Hausverwaltung, sei empfohlen worden. Sobald geklärt ist, welche Versicherung was reguliert, würden diesbezüglich auch konkretere Schritte eingeleitet.

Drei Mieter konnten am Wochenende wieder in ihre Wohnungen zurück, drei weitere wurden erst einmal im Gästehaus in der Pritzwalker Straße untergebracht. Bei der DAK hingegen heißt es abwarten. „Bei uns hat es nicht gebrannt, aber wir sind von dem Feuer mittelbar betroffen“, so Anke Gerloff, Leiterin des DAK-Servicezentrum. Dicker schwarzer Ruß habe sich überall abgelagert. Insofern bleibe die Geschäftsstelle in Perleberg bis auf weiteres geschlossen. Zu erreichen ist die DAK aber wie bisher über die Telefonnummer 03876/307420. Wer einen Mitarbeiter persönlich sprechen wolle, der werde gebeten, sich an die DAK in Pritzwalk zu wenden. Sichergestellt sei, dass sämtliche Post aus dem Briefkasten der DAK in Perleberg entsprechend weitergeleitet werde. Die Inhaberin der Rolandapotheke, Christine Klan, habe sich zudem bereit erklärt, Post für die DAK anzunehmen und weiter zu leiten. „Heute wird der Gutachter erwartet und dann können wir Aussagen treffen, wie es weiter geht“, so Anke Gerloff.

Wie gewohnt hat die Barmer am Montag wieder die Türen ihrer Geschäftsstelle in der Berliner Straße 1 geöffnet, bestätigt auf Nachfrage Peter Krahl, Bezirksgeschäftsführer.

Mieter im Wohn- und Geschäftshauskomplexes ist auch die „Fahrschule Prignitz“. „Wir können unsere Räumlichkeiten weiter nutzen“, so Mitarbeiterin Bianka Busse. Zwar rieche es überall noch nach kaltem Rauch, „aber wir gehen davon aus, dass am Mittwoch hier wieder der Theorieunterricht stattfindet und wir heute auch ganz normal öffnen werden“.

Die Perleberger Kollegen des „Prignitzer“ sind bis auf weiteres telefonisch zu erreichen unter 015202025033, der Express wie bisher unter 03876/79958550 und die Geschäftsstelle des „Prignitzers“ unter 03876/79958541.

 
 

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