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Ermittler finden nach Selbstmord des Täter Abschiedsbrief : Nach 21 Jahren Mord an junger Frau aufgeklärt

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Der fast 21 Jahre zurückliegende Mord an der 15-jährigen Andrea Steffen in der Uckermark ist aufgeklärt. Ihr Mörder hatte am 2. Dezember 2012 Selbstmord begangen und sich in einem Abschiedsbrief zu einer Tat bekannt.

svz.de von
erstellt am 03.Mär.2012 | 12:43 Uhr

Eberswalde/Warnitz | Der fast 21 Jahre zurückliegende Mord an der 15-jährigen Andrea Steffen in der Uckermark ist aufgeklärt. Spaziergänger hatte das Mädchen aus Neubrandenburg 1991 gefunden. Sie war vergewaltigt und dann ermordet worden. Ihr Mörder hat am 2. Dezember 2011 Selbstmord begangen, teilte der Chef der fünften Eberswalder Mordkommission beim Landeskriminalamt Eberswalde, Axel Hetke, gestern auf einer gemeinsamen Pressekonferenz des LKA und der Staatsanwaltschaft Neuruppin in Eberswalde mit.

Der 64-Jährige hatte sich auf die Schienen gelegt und sich in einem handschriftlich verfassten Abschiedsbrief zu einer Tat bekannt, ohne konkret den Mord zu nennen. "Nach Auswertung der Informationen des Briefes, psychologischen Gutachten und der nochmaligen Analyse aller Spuren kommen wir zu dem Schluss, dass es sich tatsächlich um den Täter gehandelt hatte. Es passte einfach alles zu der Tat", erklärte Hetke. Der Inhalt des Briefes brachte die Ermittler auch an den Tatort - ein Waldstück in der Uckermark. "Wir sind sehr frühzeitig davon ausgegangen, dass der Fundort nicht der Tatort ist und haben in den vergangenen Wochen Bodenproben an mehreren in Frage kommenden Orten genommen. Bei Steinhöfel haben wir eine Übereinstimmung mit den Spuren gefunden, die wir an der Leiche des Mädchens gefunden haben", berichtet Hetke.

Ein Gentest, den die Polizei im vergangenen Jahr organisiert hat, führte sie nicht auf die Spur des Täters. Der Mann, der in der Region Gerswalde (Uckermark) aufgewachsen war, war im Frühjahr 1989 in den Barnim gezogen. Deshalb kam er nicht in die Auswahl für den Gentest. Offensichtlich hatte der 64-Jährige in seinem Leben auch nur dieses Verbrechen begangen. "Ein bundesweiter Abgleich der DNA mit anderen Kriminalverbrechen war negativ", erklärte Hetke. Indirekt haben der Gentest und die mit ihm verbundene Medienaufmerksamkeit zum Selbstmord-Entschluss und damit zur Aufklärung des Falles beigetragen, sagte Staatsanwalt Schnittcher. "Das legt der Abschiedsbrief nahe. Zur Identität des Mannes, der zu DDR-Zeiten als freiberuflicher Schafscherer vor allem in der Uckermark tätig war, wollten die Beamten keine Angaben machen. Der Mörder habe in seinem Abschiedsbrief darum gebeten, seine Familie zu schützen.

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