Bad Wilsnack : Nabucco in der Kurstadt

Statt im Goethepark spielt die Prager Festspieloper am 10. August neben der Karthanehalle. Karten behalten Gültigkeit

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18. April 2019, 08:27 Uhr

Bad Wilsnack | Giuseppe Verdis weltberühmte Oper Nabucco erklingt in diesem Sommer für einen Abend rundum die Karthanehalle in Bad Wilsnack. Die Festspieloper Prag präsentiert das Werk am 10. August.

Ursprünglich sollte die Oper mit dem dramatischen Spiel um Liebe und Macht im Goethepark, direkt neben der Wunderblutkirche stattfinden. Die ersten Werbeplakate waren bereits entworfen. Doch diesen Plan mussten die Organisatoren von Paulis Veranstaltungsbüro aus Braunschweig in Rücksprache mit der Stadt Bad Wilsnack ändern. „Der technische Aufwand die Bühnen und die Technik aufzubauen, ist zu groß für die Fläche im Park“, erklärt Wilsnacks Bürgermeister Dieter Spielmann. Insgesamt drei Sattelschlepper rollen am Tag der Veranstaltung zum Veranstaltungsort. Material für 120 Quadratmeter Bühnenfläche, Manschafts- und Orchesterzelt, bis zu 1500 Stühle sowie die Ton- und Lichtanlage und das Bühnendach gilt es aufzubauen. Dies sei deutlich mehr als beispielsweise beim Sängertreffen oder Schulveranstaltungen, die im Park stattfinden können. „Der Goethepark steht unter Natur- und gleichzeitig unter Denkmalschutz, da er direkt an die Wunderblutkirche grenzt“, so Spielmann. Zu riskant sei eine Austragung der Oper vor Ort. Hinzu käme, dass auch die Fläche nicht eben sei. „Ein freier Blick auf die Bühne ist unter Umständen nicht von überall möglich“. Doch mit der Fläche rundum die Karthanehalle habe man eine praktischere, wenn auch nicht so kulturell bedeutende, wie direkt neben der Wunderblutkirche, gefunden. „Dort ist genügend Platz, um die Bühnen aufzubauen. Es gibt ausreichend Parkplätze für die Besucher und außerdem können auch die Umkleiden und Toiletten genutzt werden.“ Auch im Ernstfall eines Unwetters könne die Halle als Zufluchtsort dienen. Bereits gekaufte Karten behalten trotz des neuen Spielortes ihre Gültigkeit.

Insgesamt besteht das Team rund um die Festspieloper aus zirka 100 Personen. „60 aktive Schauspieler und 40 Helfer“, berichtet Pavol Munk, Chef des Veranstaltungsbüros bei einer Pressekonferenz. Rund 15 Logistiker werden für den Auf- und Abbau der Bühne, Zelte, Zäune, Stühle und Technik sorgen. Das Bühnendach wird von vier großen Traversen in sechs Meter Höhe getragen. Bis mittags muss alles aufgebaut sein, denn dann geht es ans Bühnenbild und die Dekoration ehe die Proben beginnen. Um 19 Uhr startet der Einlass des Publikums. Um 20 Uhr beginnt die Oper aus dem Jahr 1842 mit dem berühmten Gefangenenchor. Nach der Veranstaltung, gegen 22.30 Uhr, beginnt der Abbau. „Schon in der Nacht ist der Platz wieder besenrein und es gibt keinen Hinweis mehr auf ein solches Kulturerignis wenige Stunden zuvor“, so Munk.

Nabucco:

Verdis Nabucco gilt als eine der größten Opern der Musikgeschichte.Die Handlung speist sich aus Legenden um den biblischen Herrscher Nabucco (dt. Nebukadnezar II.) , König Babylons von 605 bis 562 vor Christus. Mit seiner Herrschaft ist unteranderem der babylonische Turmbau verbunden. Hintergrund der Opernhandlung sind die Eroberung Jerusalems 587 v. Christus und die Wegführung des jüdischen Volkes in babylonische Gefangenschaft 586 v. Christus. Die Handlung besteht aus vier Akten.

Karten für das Sommer Klassik Open Air Highlight 2019 gibt es an allen örtlichen bekannten Vorverkaufsstellen, beim Stadtmarketing Bad Wilsnack, Am Bahnhof 1 und unter www.paulis.de

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