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Autos vor Kita zu schnell : Mutti sorgt sich um die Sicherheit

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nach zwei Unfällen: Wittenbergerin regt Tempo-30-Begrenzung vor Kita an. Kreisliche Straßenverkehrsbehörde prüft Situation vor Ort

Ines Winterfeld macht sich als Mutter Sorgen. Deshalb hat sie sich über Facebook an den „Prignitzer“ gewandt, hofft auf Abhilfe. Es geht ihr um die Situation in der Kyritzer Straße, wo sich die Kita „Kinderland“ befindet, „in die auch meine Kinder gehen“.

Die Mutti erzählt von zwei Unfällen, die sich innerhalb kürzester Zeit „am ersten Zebrastreifen aus Richtung Perleberger Straße kommend, ereignet“ hätten. So sei am 20. April ein kleines Mädchen angefahren worden. „Ich, wie auch viele andere Eltern, würden es super finden, wenn in dieser Zone der beiden Kitas eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h durch die Stadt eingerichtet wird“, bittet die Mutter den „Prignitzer“ um Hilfe.

Die Redaktion geht dem Anliegen nach, recherchiert, stößt auch auf den Unfall vom 20. April. Eine Fünfjährige hatte sich von der Hand ihrer Mutter losgerissen und war laut Polizei auf den Fahrdamm gelaufen. Plötzlich sei das Kind auf die Straße gelaufen und von einem Pkw am Fuß erfasst worden. Zum Glück wurde das Kind nur leicht verletzt.

Auch wenn dieser Unfall mit dem Fußgängerüberweg ursächlich nicht zu tun hat, bleibt die Frage, ob nicht 30 Kilometer pro Stunde vor den Kindertagestätten im Interesse der Kindersicherheit angebracht sind?

Die Antwort darauf muss die Straßenverkehrsbehörde beim Landkreis geben, denn sie – und nicht die Stadt – entscheidet darüber. „Und zwar prüfen wir immer den Einzelfall“, sagt Peter Wilke als Mitarbeiter in dieser Behörde. Grundsätzlich, so erklärt Wilke, „prüfen wir die örtlichen Verhältnisse genau, prüfen, welche besonderen Gefahren bestehen, wie sich Entscheidungen auf die Flüssigkeit des Verkehrs auswirken“.

In der Kyritzer Straße existiert der besagte Fußgängerüberweg. Außerdem steht dort das Gefahrenzeichen „Achtung, Gefahr Kinder“. Wilke sagt, die Wirkung dieses Schildes sollte man nicht unterschätzen. „Es warnt davor, dass sich hier Kinder auf der Straße befinden können oder darüber laufen können“. Wilke sagt aber auch zu, „dass wir den Hinweis der Mutter sehr ernst nehmen und ihm nachgehen“.

Alle zwei Jahre findet im Landkreis eine Verkehrsschau statt. In diesem Jahr ist es wieder soweit. Das heißt, sämtliche Prignitzer Straßen werden verkehrstechnisch begutachtet und bewertet. Die Kyritzer Straße könnte so ein Fall für die Verkehrsschau sein. Zu welchem Ergebnis die Fachleute, die dann unterwegs sind, kommen, lasse sich jetzt noch nicht einschätzen, so der Mitarbeiter der kreislichen Straßenverkehrsbehörde.

 

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erstellt am 04.Mai.2016 | 04:45 Uhr

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