Quitzow : Muss Weihnachtsstern umziehen?

Sogenannte Schallluken sollen das Turmgebälk vor weiteren Sturmschäden schützen. Wohin nun aber mit dem Weihnachtsstern?
Sogenannte Schallluken sollen das Turmgebälk vor weiteren Sturmschäden schützen. Wohin nun aber mit dem Weihnachtsstern?

Schallluken schützen Quitzower Kirchturm vor weiteren Sturmschäden/ Neuer Platz für Herrnhuter Stern gesucht

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23. November 2018, 20:00 Uhr

In der Adventszeit leuchtet er vom Quitzower Kirchturm – der Weihnachtsstern. „Und das seit vielen Jahren“, fügt Bianca Gäde an. „Er gehört zum Dorfbild in der Vorweihnachtszeit, hat uns, wenn es dunkel wurde, immer heimgeleuchtet“, so die Quitzowerin. Seit etlichen Jahren hat sie selbst dafür gesorgt, dass der Herrnhuter Stern sein Licht vom Kirchturm ins Dorf sendet. Denn von Hause aus ist Bianca Gäde Elektrikerin, hat sogar ihren Meister in der Tasche.

Derweil hatte der Stern seine besten Zeiten längst erlebt. Von Wind und Wetter gezeichnet, ließ sich selbst mit Heißkleber kaum noch was richten. Also beschloss das Dorf, für einen neuen Weihnachtsstern zu sammeln. Ortsvorsteher Armin Schwarz ging von Tür zu Tür. Und fast jeder, der ihm auftat, gab einen Obolus für die Neuanschaffung.

Die Quitzower haben nun ihren neuen Weihnachtsstern, doch von wo soll jener die Weihnachtszeit verkünden? „Die Kirchturmfenster sind dicht“, berichtet Bianca Gäde, die wie gewohnt im Vorfeld schon mal prüfen wollte, wie der neue Weihnachtsstern am besten anzubringen ist. „Ich guckte nicht schlecht, als ich die mit Holzlamellen verschlossenen Turmfenster sah“, gesteht sie. „Hundert Jahre und mehr war hier alles offen“, sagt sie. Gut, dem Gebälk des Glockenstuhls sehe man schon sein ehrwürdiges Alter an, doch ist das auch der Grund, warum nun alles „vernagelt“ ist? „Was machen wir jetzt mit unserem neuen Weihnachtsstern? Ist der Lamellenvorhang vor den Turmfenstern nun ein Anblick, an den wir uns gewöhnen müssen?“, fragt sie.

Den Turm mit diesen sogenannten Schallluken, die man auch Klangarkaden oder Schallfenster nennt, abzudichten, sei eine amtliche Auflage des kirchlichen Bauamtes gewesen, erläutert Pfarrerin Verena Mittermaier auf Nachfrage. So soll das Gebälk vor weiteren Sturmschäden geschützt werden. Quitzow soll aber nicht auf seinen Weihnachtsstern verzichten müssen. „Wir sind bemüht, intern eine Lösung zu finden.“

Hinsichtlich des Glockenstuhls sei man schon aktiv. Eine Firma sei bereits beauftragt, diesen zu reparieren. Und sie sei auch schon bei der Arbeit. Konkret gehe es u. a. darum, einen Balken auszuwechseln, so die Pfarrerin.

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