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Der Prignitzer

23. Oktober 2017 | 19:17 Uhr

Muss Prignitz-TV wieder ausziehen?

vom

svz.de von
erstellt am 01.Okt.2012 | 06:19 Uhr

Perleberg | Um es gleich vorwegzunehmen: Prignitz TV wird auch weiterhin aktuelle Berichte und Reportagen aus der Region recherchieren und ausstrahlen. Der Sender, der zur Ruppiner Medien GmbH gehört, hat erst vor wenigen Wochen seine neuen Studienräume im Gebäude der Lotte-Lehmann-Akademie am Großen Markt bezogen. Doch genau das ist offensichtlich rechtlich bedenklich, aufgrund der Förderbestimmungen für das sanierte und umgebaute Gebäude dürften keine derartigen Mietverträge abgeschlossen werden. Deshalb hieß es in der jüngsten Finanzausschusssitzung der Perleberger Stadtverordnetenversammlung auf Anfrage eines Abgeordneten, dass der Sender wieder ausziehen müsse. Sein bisheriges Studio über dem Antiquariat des Perleberger Bürgervereins hat allerdings schon einen Nachmieter gefunden.

Stefanie Rose, Geschäftsführerin der Ruppiner Medien GmbH, sieht das "im Moment ganz entspannt". Denn wenn ein Auszug des Senders wirklich nötig werde, gebe es mit Sicherheit andere räumliche Möglichkeiten in Perleberg, ist sie sich gewiss. Allerdings fände sie es schade für das Haus der Lotte-Lehmann-Akademie, weil es ein Stück tägliches Leben verliere. Dem Sender selbst tue das keinen Abbruch, der arbeite weiter. Schade sei nur, dass er mit dieser Diskussion in "Mühlen gekommen ist, mit denen wir nichts zu tun haben".

Perlebergs amtierender Bürgermeister Hans Rothbauer wollte sich gestern nicht zu dem Thema äußern. Er verweist auf die Entscheidung, die der Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung am 18. Oktober dazu treffe. Geäußert hatte sich dagegen bereits nach der Finanzausschusssitzung in der vergangenen Woche Fred Fischer, der als Bürger an der Beratung teilnahm. Aufgrund des laufenden Verfahrens wegen des Vorwurfs, zu DDR-Zeiten als IM der Staatssicherheit tätig gewesen zu sein, ist es Fischer seit Monaten untersagt, die Funktion des Bürgermeisters der Stadt auszuüben.

Nach Fischer Aussage stimme es zwar, dass ein derartiger Mietvertrag entsprechend der Förderbestimmungen für das Haus der Lotte-Lehmann-Akademie nicht möglich sei, ein Nutzungsvertrag aber schon.

Unabhängig von dieser Diskussion sind mittlerweile die Mitarbeiter des städtischen Sachbereichs Kultur in das Haus am Großen Markt gezogen. Ebenso das Mehrgenerationenhaus "Perle treff".

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