Musicalfieber am Gymnasium

2014 spielten die Gymnasiasten das Kultmusical „Linie 1“
2014 spielten die Gymnasiasten das Kultmusical „Linie 1“

„Becky Sharp – Aufstieg einer Mörderin“ ist als viertes Gemeinschaftsprojekt mit der Musikschule geplant / Premiere: Sommer 2019

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15. März 2018, 09:39 Uhr

2019 soll es die vierte gemeinsame Musicalproduktion des Gottfried-Arnold-Gymnasiums und der Kreismusikschule Prignitz geben. Geplant ist die Aufführung des Musicals „Becky Sharp – Aufstieg einer Mörderin“ von Claus Martin.

Seit 2001 bricht das Musicalfieber bei den Gymnasiasten immer wieder aus. Angefangen hat alles mit Andrew Lloyd Webbers „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ im Jahr 2001. In der Hauptrolle war damals Sven Fliege zu erleben, der inzwischen als Musicaldarsteller im In- und Ausland auf der Bühne steht.

Es folgten das Rattenfänger-Musical „Rats“ und zur 775-Jahrfeier Perlebergs die bei vielen unvergessene Aufführung der „Linie 1“. Genau fünf Jahre später, wenn die Kreisstadt 780 Jahre alt wird, soll es wieder ein Schülermusical geben.

Wie von Projektleiterin Dorit Köhn, Lehrerin am Gottfried-Arnold-Gymnasium, zu erfahren ist, haben die Schüler des 10ner Musikkurses die Vorauswahl getroffen. „Aus einer Vielzahl von Musicals blieben am Ende sechs übrig“, so Dorit Köhn.

Vorher wurden jeweils „Pro“ und „Contra“ abgewogen, so dass eine kleine Auswahl letztlich an die Musikschule ging. Dort wurden die musikalischen Möglichkeiten erörtert und bewertet. „Am Ende standen ein Musical über Cybermobbing und ,Becky Sharp’ in der Endauswahl“, sagt Dorit Köhn. Die Schüler haben sich für den „Aufstieg einer Mörderin“ entschieden.

Das Musical entstand nach dem Roman von William Makepeace Thackeray, „Vanity Fair – Jahrmarkt der Eitelkeiten“, der auch verfilmt wurde. Die Handlung spielt im Jahr 1810 und erzählt die Geschichte der Becky Sharp, die mit ihrem gesellschaftlichen Aufstieg mehrfach scheitert. Sie versucht andere Wege zu gehen. Und je skrupelloser sie wird, desto erfolgreicher wird sie.....

Seitens der Musikschule wird wieder Petko Petkov die Verantwortung tragen, wie Musikschulleiter Alexander Girsch bestätigt. Er hat schon in der Vergangenheit die Arrangements für die Perleberger Aufführungen geschrieben.

„Jetzt geht es an die Feinheiten der Vorbereitungen“, sagt Dorit Köhn. „So muss der Förderverein, der ein ganz wichtiger Unterstützer des Projektes ist, die Kostenfrage klären. Es müssen Noten gekauft, der Regisseur und weitere Partner gefunden werden.“

Erste Gespräche habe sie schon geführt. Zugesagt hat auch auf alle Fälle Chorleiter Frank Wedel. Noch vor Ostern soll es einen Infoabend geben und in der Projektwoche, zwei Wochen vor den Sommerferien, sollen die Proben beginnen.

Insgesamt müssen acht Hauptrollen, sechs kleine Sprechrollen und Ensemblerollen besetzt werden. Dazu kommen Chor, Orchester, Tänzer. Und wer nicht auf der Bühne steht, der wird hinter den Kulissen für Technik, Requisite, Bühnenbild, Regieassistenz und Öffentlichkeitsarbeit benötigt.

„Die Premiere wird es auf alle Fälle im Sommer 2019 in der Rolandhalle geben“, sagt Dorit Köhn. Darüber hinaus laufen mit der Stadt Perleberg Gespräche zu einer möglichen Aufführung im Rahmen des Stadtfestes zum 780. Geburtstag.

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