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Perleberg : Musical „Martin Luther“ entsteht

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Perleberg und die Reformation: Stadt beteiligt sich mit eigenem Konzept an Projekt der AG Städte mit historischen Stadtkernen

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erstellt am 10.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Die Stadt Perleberg hat mit dem Konzept „Religionen - Reformation - Räume“ zum elften Mal den Zuschlag für eine Beteiligung im Verbund der AG historische Stadtkerne erhalten, die sich im Lutherjahr natürlich dem Ereignis der Reformation widmen. Im Mittelpunkt des Perleberger Kulturlandbeitrages steht die sakrale Topografie des Stadtraumes, erläutert Martina Hennies. Als Sachbearbeiterin Kulturförderung und -pflege, Tourismus bei der Stadt, liegt die Offerte wieder maßgebend in ihren Händen. Und so lädt sie schon jetzt alle Bürger und Gäste ein, die geschichtsträchtige Baukultur Perlebergs unter dem Thema „Reformation“ zu entdecken.

Der Interessierte darf sich auf Vorträge und musikalische Höhepunkte freuen. Kinder und Jugendliche erarbeiten beispielsweise derzeit das Musical „Martin Luther“, welches am 31. Oktober in der St. Jacobi-Kirche aufgeführt werden soll.

Das Reformationsereignis werde auf vielfältige Weise reflektiert. Unter dem Kulturlandthema „Wort & Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg“ fokussiert, erarbeiten die Städte mit historischen Stadtkernen Angebote für Geist, Körper und Seele unter dem Motto „Reformieren – Eine Bewegung findet Stadt“, betont Martina Hennies. Und ergänzt, dass nicht nur religiöse und kulturelle Prägungen in den Städten und Landstrichen zu entdecken sein werden, sondern auch geistige und körperliche. Fünf Radtouren durch die historischen Stadtkerne, auf dem Lutherpfad oder auf Pilgerwegen zu Kirchen und Klöstern sind besondere Angebote zum Themenjahr.

Luthers Reformstreben erschütterte die Gesellschaft und brachte viele Pfeiler zum Einsturz. Auch in Perleberg veränderten sich gegen Mitte des 16. Jahrhunderts infolge der Reformationseinführung das Stadtbild, das Schulwesen, die Armenfürsorge, das bürgerliche Selbstverständnis, so Martina Hennies. Nicht nur Mauern, auch Lebensentwürfe stürzten ein; dramatisch waren unter anderem zahllose Schicksalsverläufe als Folge späterer Konfessionskriege. Davon soll in Ausstellungen und Begleitmaterial erzählt werden, gibt sie schon einen Vorausblick auf das, was kommt.

Zur Einstimmung ist jetzt die neue Ausgabe der Altstadtlust, unter anderem mit einem Beitrag über die Einführung der Reformation in Perleberg im Jahre 1539 erschienen, führt Martina Hennies an. Das Heft wie auch die touristische Handreichung „Reformation findet Stadt“ sind in der Stadtinformation Perleberg, Großer Markt 12, erhältlich.

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