zur Navigation springen
Der Prignitzer

20. November 2017 | 07:10 Uhr

Museumsumbau kostet 685 000 Euro

vom

svz.de von
erstellt am 09.Apr.2013 | 09:29 Uhr

Perleberg | Die Umgestaltung des Stadt- und Regionalmuseums geht in die dritte Phase. Jedenfalls plädierten die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses einhellig dafür, dass im Rahmen des Bund-Länder-Programms "Städtebaulicher Denkmalschutz" die entsprechende Planung in Angriff genommen wird, sofern der Kostenrahmen vorliegt. Dieser liegt nun vor. Architekt Klaus Röpke, der von Anbeginn die Umgestaltung des Museums begleitet, stellte ihn den Mitgliedern des Hauptausschusses vor. Ein gravierender Kostenfaktor sei neben der Wärmedämmung auch hier das Brandschutzkonzept, das den heutigen Richtlinien entspreche, wie der Architekt betonte. Erstellt wurde es bereits im Zusammenhang mit dem ersten Bauabschnitt und muss auch als Komplex umgesetzt werden, so die Auflage.

Etage für Etage machte Klaus Röpke dann die Rechnung für die bauseitige Umgestaltung auf: Konkret geht es dabei um den Eingangsbereich und die Räumlichkeiten im Ober- und Dachgeschoss, die grundlegend ihr Gesicht wandeln sollen. Die Dielung muss aufgearbeitet bzw. erneuert werden, brandschutztechnisch alles den gesetzlichen Erfordernissen angepasst, die Elektrik auf den Stand der Dinge gebracht werden. Und nicht zuletzt müssen die Räumlichkeiten einschließlich Treppenbereich funktionell angepasst und ausgestaltet werden. Das heißt unter anderem, der Kassenbereich, der derzeit einem Provisorium gleicht, soll hell und einladend den Besucher empfangen. Integriert in den unteren Bereich dann auch eine Küche samt Möglichkeit für die Gäste, sich bei einer Tasse Kaffee zu unterhalten. Denn ein Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit des Museums werden Veranstaltungen sein. Ziel sei die komplette Fertigstellung, so Röpke. Brutto wären das 685 000 Euro "reale Kosten", betont der Architekt, der damit auch alle Eventualitäten einkalkuliert habe, damit die Abgeordneten am Ende nicht wieder mit einer Kostenexplosion wie bei der Schollschule konfrontiert werden. In Punkto Wärmeschutz ließe sich gar noch etwas einsparen. Ob das allerdings zweckmäßig sei angesichts der steigenden Energiekosten, darüber müssen letztlich die Abgeordneten entscheiden.

Über die Städtebauförderung sind die Gelder da, konkret jährlich 1,1 Millionen Euro. Entschieden müsse nur darüber werden, was man sich davon leisten will und wovon man sich trennen müsse, so Kämmerin Ute Brüggemann. Hagen Boddin vom Bauamt ergänzte, dass die Signale der BIG-Städtebau so seien, dass diese Gelder bereitgestellt werden können. Letztmalig habe man hier aber auch die Chance auf eine 80-prozentige Förderung, machte noch einmal Klaus Röpke deutlich.

Der Hauptausschuss stimmte mehrheitlich zu, die letzte Entscheidung aber werden erst am kommen Donnerstag, 11. April, die Stadtverordneten treffen, so Rainer Pickert (CDU). Bis dahin solle es dann auch eine Übersicht über jene Mittel der Städtebauförderung geben, die 2012 nicht abgefordert wurden. Denn Anspruch auf jene haben auch private Bauherren, aber nicht alle Projekte werden letztlich auch realisiert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen