zur Navigation springen

Wittenberge : Museum verkürzt die Öffnungszeiten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Einrichtung reagiert damit auf Wegfall von geförderten Maßnahmen.

von
erstellt am 23.Dez.2014 | 12:00 Uhr

Das Stadtmuseum in der Alten Burg reduziert mit Beginn des kommenden Jahres seine Öffnungszeiten. Einrichtungsleiterin Birka Stövesandt begründet diese Entscheidung mit der personellen Situation in der Einrichtung. „Wir können keine Mitarbeiter mehr über eine geförderte Maßnahme einsetzen. Damit sind wir nicht in der Lage, logistisch die Öffnungszeiten wie bisher abzusichern.“ Gleichzeitig macht Stövesandt aber auch klar, „dass zusätzliche Öffnungszeiten nach Vereinbarung und bei Veranstaltungen nach Absprache jeder Zeit möglich sind“. „Denn wir sind ja im Haus, mit musealen Aufgaben befasst.“ Vor allem Gruppen, die beispielsweise aus Schulen oder Kindertagesstätten kommen, ermuntert die Museumschefin, dieses Angebot zu nutzen. War die Alte Burg bislang über die Woche verteilt insgesamt 36 Stunden geöffnet, reduziert sich das jetzt auf zwölf bzw. 18 Stunden, je nachdem, ob am Wochenende das Haus besichtigt werden kann oder nicht.

„Wir mussten uns für diesen Einschnitt entscheiden. Die personelle Besetzung mit nur noch zwei Mitarbeitern lässt keine andere Lösung zu“, sagt Jürgen Döllefeld als Leiter des Kultur- und Tourismusbetriebes. In seine Verantwortung fällt die Einrichtung. Döllefeld wie auch Stövesandt betonen, dass trotz der prekären personellen Situation auch in der kommenden Saison der Uhrenturm geöffnet werden soll. „Allerdings gelingt uns das nur, wenn dafür wie in den Vorjahren Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen bewilligt werden“, betont der KSTW-Chef.

Von den 4500 Besucher, die das Museum in diesem Jahr zählte, haben immerhin knapp 1000 den Veritas-Uhrenturm besucht, verdeutlicht Birka Stövesandt die Bedeutung dieser musealen Außenstelle. Dazu im Widerspruch stehe im gewissen Maße das Innenleben Turms. „Die Ausstellung hat unter den Bedingungen dort gelitten, es kann nicht geheizt werden. Die Feuchtigkeit setzt den Exponaten zu“, so Stövesandt. Die Schau müsse überarbeitet werden. „Außerdem möchten wir gern als Abrundung dazu ein Schaumagazin mit Nähmaschinen einrichten.“ Auch das sei ein Projekt, das Zeit und Kraft kostet. „Aber derartige Projekte sind Teil der Museumsarbeit, gehören zu unseren Aufgaben“, sagt Stövesandt. Ebenso wie die Vorbereitungen von Sonderschauen. Für 2015 sind vier zusätzliche Expositionen geplant.  

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen