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Der Prignitzer

11. Dezember 2017 | 05:04 Uhr

Wittenberge : Museum ganz regional

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ausstellungen zu Nähmaschinenwerk, Elbstrom und dem Wittenberger Bahnhof belichten die hiesige Geschichte

von
erstellt am 10.Mai.2016 | 04:45 Uhr

Mit dem Saisonbeginn im Veritas-Uhrenturm präsentiert das Stadtmuseum einen Teil seiner dort gezeigten Ausstellung in neuer Form. „Das bedeutet beispielsweise, dass wir Texte überarbeiten. Sie werden verständlicher für Besucher, die keine Kenntnisse über das Nähmaschinenwerk und die Produktionsabläufe dort mitbringen“, erklärt Museumschefin Birka Stövesandt. Wenn sie von „wir“ spricht, meint sie die ehemaligen Nähmaschinenwerker, die seit Jahren ihr Wissen und ihre Erfahrungen bei der Aufarbeitung der Werkgeschichte für das Museum einbringen.

Das ist aber nur ein Beispiel dafür, zu welchen Ergebnissen das gedeihliche Zusammenwirken von Museum und engagierten Wittenbergern führt. „Ich bin davon überzeugt, dass es für ein Regionalmuseum wie das Wittenberger mit das Wichtigste ist, dass die Leute sich mit ihrem Fachwissen einbringen. Denn nur sie haben es. Davon profitieren wir als Haus mit besonderen Ausstellungen“, sagt Stövesandt.

Allein für dieses Jahr kann sie auf drei Projekte in der Alten Burg verweisen. Beispiel Nummer eins ist die Schau, die am Donnerstag um 17 Uhr eröffnet wird. Der Wittenberger Roland Schneider, über Jahrzehnte beruflich und in seiner Freizeit mit der Elbe und ihrer Entwicklung zur Schifffahrtstraße befasst, hat sein Wissen eingebracht. „Außerdem haben wir sehr viel Unterstützung vom Wasser- und Schifffahrtsamt erhalten“, sagt Birka Stövesandt. Die Aufbereitung des Materials zu einer Exposition, die nicht nur die Fachleute anspricht, liegt letztlich in ihrer Verantwortung. „Aber es ist immer ein Miteinander“, sagt die Museumsleiterin.

Dass Meinungen und Positionen dabei auch mal auseinander gehen können, diese Erfahrung machen die Museumschefin und die Akteure mit ihrem speziellen Wissen auch. Eines der größten Probleme: Der Platz für die Sonderschauen in der Alten Burg ist begrenzt. Mit dieser Herausforderung müssen auch die Eisenbahner zurecht kommen, die Mario Sembritzki um sich scharrte, um mit einer besonderen Ausstellung auf die Gründung des Wittenberger Bahnhofs – immerhin der größte zwischen Berlin und Hamburg – vor 170 Jahren aufmerksam zu machen. Die Ausstellung wird ab Oktober zu sehen sein. Zuvor gibt es eine Exposition rund ums Handwerk als Kombination zwischen Filmschau und der Ausstellung von Meisterbriefen Wittenberger Handwerker. Auch das funktioniert nur, weil Hiesige das Museum mit Leihgaben unterstützen.


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