Förderkreis nimmt Fahrt auf : Museen: Gemeinsam stärker

Modern, aufgeräumt, informativ und nutzerfreundlich: die gemeinsame Internetseite der Prignitzer Museen. Programmiert wurde sie von der Initiative „Brandenburg vernetzt“ in Potsdam.
Modern, aufgeräumt, informativ und nutzerfreundlich: die gemeinsame Internetseite der Prignitzer Museen. Programmiert wurde sie von der Initiative „Brandenburg vernetzt“ in Potsdam.

Vielfältige museale Landschaft in den historischen Grenzen der Prignitz wird mit ihrem Förderkreis jetzt nach außen deutlich auffälliger

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12. Januar 2016, 22:00 Uhr

Kurz vor seinem ersten Geburtstag kann der Förderkreis Prignitzer Museen bereits mitteilen, dass er den Kinderschuhen längst entwachsen ist. Gestern berichtete der Vorstand in Perleberg darüber, was dem noch jungen Verein im ersten Jahr seines Daseins bereits alles gelang. Am augenfälligsten sind die zum Jahresende fertig gewordenen Flyer und die Internetseite. Mit beidem informiert der Verein nicht nur über sich und die Prignitzer Museumslandschaft, sondern möchte auch aktiv Mitglieder akquirieren, wie Katja Rosenbaum, Vorsitzende des Förderkreises und Leiterin des Pritzwalker Stadt- und Brauereimuseums, deutlich macht.

Derzeit gibt es 13 institutionelle Mitglieder, also Museen, Gedenkstätten, Kommunen sowie sieben Privatmitglieder, also interessierte Personen, die den Förderkreis mit ihrer Mitgliedschaft unterstützen möchten. Die Zahlen, so Rosenbaum, seien aber stark in Bewegung. Vor allem jetzt, da der Förderkreis auch wieder medial auf sich aufmerksam macht, hoffe man auf weitere Beitrittserklärungen.

Die Museen und Einrichtungen, die der Förderkreis in den historischen Grenzen der Prignitz betrachtet, wollen sich über diese Plattform stärker als bisher miteinander vernetzen, zudem mit vereinten Kräften gemeinsame Ideen und Projekte umsetzen. Ein ganz wichtiger Aspekt sei dabei die Forcierung der Museumspädagogik, wie Hannelore Franek vom Vorstand gestern erläutert. Der pensionierten Geschichtslehrerin – aber nicht nur ihr – liegt dieser Part besonders am Herzen. Nahziel ist es, mit Hilfe von Förder- und Eigenmitteln im Verein eine Stelle zu schaffen, die die Pädagogik in der Prignitzer Museumslandschaft zunächst einmal anschiebt. „Wir haben bereits 2015 verschiedene Fördermittelgeber angeschrieben, hoffen auf einen Rücklauf jetzt im ersten Quartal“, so Katja Rosenbaum. Angedacht sei die Stelle zunächst für ein halbes Jahr, das, so Rosenbaum, soll aber erst der Anfang sein. Dass eine solche Idee nicht utopisch ist, beweist der Nachbar-Landkreis Ostprignitz-Ruppin: „Er beschäftigt einen Museumspädagogen, der leistet z. B. im Museum Dreißigjähriger Krieg in Wittstock eine wertvolle Arbeit“, berichtet Prof. Bernhard von Barsewisch, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins und zugleich Vorsitzender des Fördervereins Schlossmuseum Wolfshagen.

Hemmschwellen abbauen, junge Menschen mit der Welt der Museen vertraut machen – das möchte jedes Haus für sich erreichen. Das sei auch bitter nötig, so Katja Rosenbaum und Hannelore Franek, denn der Prozentsatz derjenigen, die ein oder mehrere Museen schon einmal von innen gesehen hätten, sei nach wie vor erschreckend niedrig, bei Schülern ebenso wie bei Erwachsenen. „Was die Prignitzer Museen und Gedenkstätten zu bieten haben, ist wirklich ein fabelhafter Schatz, der die Region zudem noch ein bisschen liebens- und lebenswerter macht“, wirbt Bernhard von Barsewisch für die vielen, sehr unterschiedlichen Einrichtungen in der Region.

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