Münsteraner zu Gast in Lübzow

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Bernd Cord-Kruse erklärt Berufsschülern die Arbeitsweise einer Biogasanlage.likl

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24. Januar 2013, 10:16 Uhr

Lübzow | "Die Betriebe sind hier sehr viel größer, als daheim. Man muss das Mal gesehen haben", sagt Lena Heeres mit einem Blick auf die 600 Hektar Land des Schweinezuchtbetriebes Cord-Kruse in Lübzow. Die Berufsschülerin kommt aus Münster (Nordrhein-Westfalen), macht dort eine Ausbildung zur Landwirtin am Ketteler-Berufskolleg. Im Rahmen eines Ausfluges zur Grünen Woche besuchte sie zusammen mit 54 Mitschülern Betriebe in der Prignitz, darunter auch die Karstädter Rinder GmbH und den Geflügelbetrieb Jäger in Blüthen.

"Die Lehrlinge sollen über den Tellerrand schauen und andere Betriebsstrukturen kennen lernen", schildert der begleitende Berufsschullehrer Everwand Wenzel das Ziel des Ausflugs.

Dabei kam die Wahl der Prignitz als Studienreiseziel nicht von ungefähr. Das Flächenland bietet ganz andere Maßstäbe als Nordrhein-Westfalen. Während hier Betriebe mit 600 Hektar und mehr durchaus üblich sind, umfassen die Höfe im bevölkerungsreichsten Bundesland nur etwa ein Zehntel der Fläche.

"Durch die Größe ergeben sich hier in der Prignitz ganz andere Arbeitsabläufe in der Landwirtschaft", meint Wenzel. Die sollten die Berufsschüler im Familienunternehmen Cord-Kruse kennen lernen. Neben den Stallungen besichtigte die Gruppe auch die 2006 errichtete Biogasanlage des Schweinezuchtbetriebs.

Everwand Wenzel würde sich freuen, wenn die Jugend in der Prignitz ihren Horizont erweitern würden: "Es wäre doch schön, wenn die hier mal ’rübergehen und ein Praktikum machen würden", sagt er. Auch Familie Cord-Kruse kommt ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen. Dort bewirtschafteten sie bis zur Wende einen 50 Hektar großen Betrieb. Als sie in Lübzow 450 Hektar erwarben, sei das für sie erstmal eine enorme Umstellung gewesen, die sie jedoch erfolgreich bewältigten.

Diesen Mut wünscht sich Wenzel auch für seine Schüler: "Ich hoffe, dieser Ausflug weckt bei dem einen oder anderen Lust auf Neues."

Nach dem langen Tag in der Prignitz, ging es für die 55 Schüler zurück nach Berlin, wo sie am nächsten Tag die Sehenswürdigkeiten der Bundeshauptstadt besichtigten.

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