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Der Prignitzer

18. Oktober 2017 | 07:48 Uhr

Müll und Dreck, soweit das Auge reicht

vom

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2012 | 05:31 Uhr

Wittenberge | Gemüseabfall, gekochte Kartoffeln, ausrangierte Stiefel, leere Farbeimer, vollgesch... Windel: Der Containerstellplatz hinter dem Einkaufszentrum in der Wahrenberger Straße glich gestern früh einer Müllhalde: Wer zu den Papiercontainern wollte, musste sich mühsam einen Weg durch Dreck bahnen. War es geschafft hatte, konnte man sein Altpapier los werden. Platz war tatsächlich noch in einigen Behältnissen.

Wer seinen Anteil an der großen Sauerei auf dem Stellplatz hat, wird wohl für ewig ein Geheimnis bleiben. Fakt ist, Männer vom Wittenberger Betriebshof zogen gestern Vormittag los und reinigten das Gelände. "Für uns sind derartige Einsätze eher die Regel als die Ausnahme", sagt Betriebshofchef Andreas Grieswald. "Nach den Wochenenden müssen wir häufig ’ran." Er vermutet, dass die günstige Lage direkt an der Straße und doch etwas abseits Leute - und das seien bestimmt nicht nur Wittenberger - dazu verführt, dort einfach ihren Müll abzuladen. Grieswald macht keinen Hehl daraus, dass das Ordnungsamt wie auch der Betriebshof gern einmal einen Übeltäter schnappen würden, um ihn zur Verantwortung zu ziehen. Mitarbeiter hätten sich auch schon auf die Lauer gelegt, bisher aber vergeblich.

Der gestrige Tag und auch der heutige Freitag sind für die Mitarbeiter im Betriebshof arbeitsreich. "Wir reinigen die Containerstellplätze in der Stadt und leeren die Papierkörbe. An den freien Tagen hat sich jede Menge angesammelt", so Grieswald. Gleichzeitig nutzt der Stadtbetriebshof die beiden Arbeitstage in dieser Woche, um den Jahreswechsel vorzubereiten. Aus Erfahrung wissen die Beschäftigten, dass neben Briefkästen die Hundetoiletten besonders beliebt sind bei Leuten, die Silvesterknaller gern zweckentfremdend benutzen. Die Hundetoiletten werden soweit wie möglich demontiert, sagt Grieswald, damit sie nicht wieder auseinander gesprengt werden, wie beim letzten Jahreswechsel beispielsweise am Heinrich-Heine-Platz geschehen. 18 Hunde-WC stehen im Stadtgebiet, zehn davon sind neuerer Bauart. Ihr Vorteil ist nicht nur die Verschluss- und Geruchssicherheit, erklärt Grieswald. Sie lassen sich auch relativ unkompliziert demontieren im Gegensatz zu den alten Modellen, die fest im Boden verankert sind. "Aufwand haben wir mit den Neuen natürlich auch. Aber er lohnt sich, weil wir Reparaturen bzw. Neuanschaffungen sparen."

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