Zukunft immer noch unklar : Modemuseum: Wie geht es weiter?

Josefine Edle von Krepl in ihrem Refugium – dem Modemuseum im Schloss Meyenburg.
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Josefine Edle von Krepl in ihrem Refugium – dem Modemuseum im Schloss Meyenburg.

Förderverein kündigt letzte Veranstaltung an / Ankauf und Trägerschaft in der Schwebe

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04. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Seine letzte Veranstaltung kündigt der Förderverein Modemuseum Schloss Meyenburg für dieses Wochenende an, ein weihnachtliches Programm mit der belgischen Sängerin Katelijne Philips-Lebon. Das klingt endgültig, und es drängt sich die Frage auf nach dem Fortgang der Dinge an diesem so etablierten musealen und kulturellen Prignitzer Treffpunkt.

Nach der Ankündigung der Museumsbetreiberin und Besitzerin der Modesammlung, Josefine Edle von Krepl, die dieses Jahr 70 wurde, sich Ende 2014 zurückzuziehen, wird seit Monaten an einer Lösung für die Übernahme von Teilen der Privatsammlung sowie für die Leitung des Museums gearbeitet. Dass es in dieser bzw. in einer ähnlichen Form weitergehen soll, darin sind sich Josefine von Krepl, Amt und Stadt Meyenburg – der Stadt gehört das Schloss – sowie die Kulturstiftung der Länder und auch das Land Brandenburg einig. Kulturstiftung und Land beteiligen sich an der Finanzierung des Ankaufs von Exponaten aus der Sammlung von Krepls.

Die Stiftung, so die amtierende Meyenburger Amtsdirektorin Uta Nebert, habe mit einem positiven Beschluss des Stiftungsrates am 26. November grünes Licht gegeben, die Landesmittel seien im brandenburgischen Etat für 2014 eingeplant. „Einen Zuwendungsbescheid haben wir noch nicht in der Hand, gehen aber davon aus, dass er, wie vereinbart, kommt“, so Nebert. Zur Mischfinanzierung gehören überdies Mittel, die aus Spenden und von Sponsoren eingeworben werden müssen. Dafür habe die Kulturstiftung ihre Unterstützung zugesagt. Ins Detail könne sie nicht gehen, so Nebert, weil es sich beim Ankauf um eine privatrechtliche Angelegenheit handele.

Die Museumsführung soll an einen Trägerverein übergehen, der jedoch noch gegründet werden muss. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass der Ankauf der Sammlung geregelt sei, die ja den Inhalt des Museums bestimme, erläutert Nebert und fügt hinzu: „Am Ende muss etwas herauskommen, mit dem alle leben können.“

Die ursprüngliche Idee, den Förderverein Modemuseum Schloss Meyenburg in einen Trägerverein umzuwandeln, wird nicht realisiert. „Viele Fördervereinsmitglieder haben sich dagegen ausgesprochen – ich auch“, so von Krepl in einem früheren Interview mit dem „Prignitzer“ zu dieser Thematik. Der Förderverein soll statt dessen seinen Charakter als Kulturverein behalten, sich vornehmlich um Veranstaltungen und Sonderausstellungen kümmern. Ideen und angearbeitete Aktivitäten gebe es diesbezüglich natürlich für 2015, so Josefine von Krepl. Da aber die grundsätzlichen Dinge zur Museumsfortführung immer noch nicht geklärt seien, läge das zunächst auf Eis.

Befragt zu den Öffnungszeiten ab Januar 2015, „kann ich nichts sagen“, äußerte Uta Nebert gestern. Kein Statement zum Thema gab es gestern auf redaktionelle Nachfrage von der Kulturstiftung der Länder in Berlin.

Geöffnet ist das Museum auf jeden Fall noch im Dezember, und zwar dienstags bis sonntags, 11 bis 17 Uhr; geschlossen vom 24. bis 26. Dezember sowie am 31. Dezember und 1. Januar.

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