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Schloss Meyenburg : Modemuseum sucht neuen Chef

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Axel Voigt zum 15. April gekündigt. Großräumige Ausschreibung läuft. Resümee des ersten Jahres in neuer Trägerschaft dennoch positiv

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erstellt am 28.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Seinen zehnten Gründungstag hat das Modemuseum im Schloss Meyenburg bereits vor Augen: Im Juni 2006 wurde es eröffnet, zählte seither mehr als 100 000 Besucher. „Übers Jahr rechnen wir 2016 mit insgesamt rund 10 000 Gästen“, blickt Jürgen Pilgrim voraus.

Der Meyenburger ist Vorsitzender des Trägervereins Modemuseum Schloss Meyenburg, der sich vor gut einem Jahr gründete. Die neue Struktur machte sich seinerzeit erforderlich, weil die Museumsgründerin und -leiterin, Josefine Edle von Krepl, 2015 – mit 70 – in den Ruhestand ging. Ihre Privatsammlung historischer Kleidungsstücke und Accessoires gilt als eine der größten weltweit. Ein Teil davon wird in Meyenburg gezeigt – jener Teil, deren Ankauf die Kulturstiftung der Länder, das Land Brandenburg sowie der Trägerverein mit Unterstützung von Sponsoren jeweils zu einem Drittel finanzierten.

Geklärt war im Frühsommer 2015 zunächst auch die Nachfolge in der Geschäftsführertätigkeit: Mit Axel Voigt hatte man einen Experten aus der Museumsbranche in die Prignitz holen können. Allerdings habe sich das nicht als Glücksgriff erwiesen, umschreibt es Jürgen Pilgrim. Es gab Kritik und Differenzen, die letztendlich zu Voigts Entlassung führten. Das geschah zum 15. April. Der Vereinsvorstand schrieb die Stelle in größerem geografischem Rahmen neu aus, die Bewerbungsfrist laufe noch bis zum 27. Mai, so Pilgrim. Kandidaten gebe es bereits, und es würden mit Sicherheit noch etliche dazukommen. „Nach dieser Frist wird dann sondiert. Wir gehen davon aus, dass die Museumsleiterstelle ab September wieder besetzt ist“, sagt der Vereinsvorsitzende im Gespräch mit dem „Prignitzer“. Führungs- bzw. kopflos sei das Modemuseum dennoch natürlich nicht, macht Pilgrim deutlich. „Im Haus arbeitet ein eingespieltes Team, ich bin zudem selbst mehrmals in der Woche vor Ort“, berichtet Pilgrim. Vier Mitarbeiter sowie ab Mai eine Aushilfe managen den Museumsbetrieb. Sie sind über den Verein direkt angestellt, zudem über Beschäftigungsmaßnahmen, deren Träger Stadt und Verein sind. Ohne die Unterstützung der Stadt und des Amtes Meyenburg sowie die Zuschüsse des Landes wäre der Museumsbetrieb nicht möglich. „Dafür sind wir sehr dankbar“, äußert der Meyenburger, der auch auf eine positive Entwicklung des Trägervereins schauen kann. Angefangen hatte man 2015 mit zehn Mitgliedern, inzwischen sind es 28. Der Vorstand arbeitet sehr rege, traf sich seit Gründung bereits 16 Mal. Vom 1. Juni bis jetzt wurden fünf öffentliche Veranstaltungen und ein Sponsorenempfang organisiert. Gleich zwei Events stehen jetzt Ende April und Anfang Mai ins Haus.

 

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