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Perspektiven fürs Modemuseum : Modemuseum: Schatz bleibt erhalten

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Trägerverein soll Weiterbestand der einzigartigen Sammlung von Josefine Edle von Krepl und Betreibung des Modemuseums sichern

Acht Jahre gibt es das Modemuseum im Schloss Meyenburg dieses Jahr. Das wird im Juni gebührend mit einer Veranstaltung im Rahmen des Prignitz-Sommers begangen. Juni ist auch der Monat, in dem Josefine Edle von Krepl, Betreiberin des Museums und Besitzerin der einzigartigen Sammlung, die hier ausgestellt ist, einen Anlass zum Feiern hat: Sie wird 70 Jahre alt. Verständlicherweise möchte sie demnächst kürzer treten, das Modemuseum mit seiner attraktiven Schau aber auf lange Sicht erhalten und in guten Händen wissen. Die Suche nach einem Nachfolger für die Museumsleitung, sagte sie im Gespräch mit dem „Prignitzer“, habe sich positiv gestaltet. Sie habe einen geeigneten Kandidaten gefunden.

Etwas langwieriger gestaltet sich indes die Gründung eines Trägervereins, der die einzigartige Textilsammlung und die Betreibung des Modemuseums künftig übernehmen soll. Dass es in dieser Form weitergehen soll, darin sind sich Josefine von Krepl, Amt und Stadt Meyenburg – der Kommune gehört das Schloss – sowie die Kulturstiftung der Länder einig.

Deren Generalsekretärin Isabel Pfeiffer-Poensgen äußerte gegenüber dem „Prignitzer“, dass die Stiftung absolut davon überzeugt sei, diese Sammlung auf jeden Fall zu erhalten. „Das ist unserer Ansicht nach eine historisch hoch bedeutsame Sammlung. Daher ist die Stiftung auch gern bereit, voranzugehen, die Gründung eines Trägervereins anzuschieben und die Übernahme der Sammlung zu kofinanzieren.“ Die Stiftung, so Pfeiffer-Poensgen, komme für maximal ein Drittel der entstehenden Kosten auf. Diese Summe sei aber nicht nach oben offen, sondern gedeckelt. Die Stiftung der Länder übernehme auch nie ganze Sammlungen, sondern verstehe ihre Rolle eher in de Moderation solcher Prozesse, wie sie jetzt in Meyenburg anlaufen, erläutert die Generalsekretärin.

Die fehlenden zwei Drittel müsse man mit Hilfe von Sponsoren aufbringen. Aber auch dabei werde die Stiftung mit ihren Erfahrungen und Kontakten hilfreich zur Seite stehen, verdeutlicht Josefine Edle von Krepl. Sie berichtet auch, dass es ursprünglich die Idee gab, den Förderverein Modemuseum Schloss Meyenburg in einen Trägerverein umzuwandeln. „Viele Fördervereinsmitglieder haben sich allerdings dagegen ausgesprochen – ich auch“, so von Krepl.

Der Förderverein soll statt dessen seinen Charakter als Kulturverein behalten und weiter profilieren, sich auch künftig vornehmlich um Veranstaltungen und Sonderausstellungen kümmern. Sie selbst, so Josefine Edle von Krepl, möchte die Übernahme bzw. Übergabe gern begleiten – sich dann aber auch gern gleitend ein Stück zurückziehen.

Meyenburgs Amtsdirektorin Katrin Lange bestätigt, dass es viele Interessenten gebe, die sich in dem zu gründenden Trägerverein engagieren wollen. „Es ist zugleich aber auch ein sehr großer Schritt für alle Beteiligten“, wirbt sie um Verständnis dafür, dass der Prozess noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.


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erstellt am 29.Jan.2014 | 22:00 Uhr

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