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Geschwister Scholl Grundschule : Mittagessen in drei Schichten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Drei Varianten für multifunktionalen Raum in Kita / Fraktionen aufgefordert, sich einen Standpunkt zu bilden

von
erstellt am 01.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Die Räumlichkeiten, in denen die Schüler der Grundschule „Geschwister Scholl“ zu Mittag essen, sind gelinde gesagt eine Zumutung. 350 Kinder – Kita-, Hortkinder und Grundschüler – nehmen am sogenannten Mittagsband in der Einrichtung „Piccolino“ teil, Platz ist aber nur für 90. Notgedrungen muss in drei Schichten gegessen, müssen zum Teil Spielräume genutzt werden, wurde die einstige Wagenhalle schon zum Essenraum umfunktioniert. Ganz zu schweigen vom Geräuschpegel, der dann hier herrscht, denn Dämmung – Fehlanzeige.

Diese Kritik von Eltern ging bereits im Dezember an die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, gepaart mit der Erwartung, dass sich hier etwas ändert. Bauamtsleiter Hagen Boddin bestätigte damals auf Nachfrage, dass man bereits an einer Lösung arbeite. Im Stadtentwicklungsausschuss stellt Uwe Magolz vom gleichnamigen Wittenberger Architekturbüro nun drei Varianten vor, die in Erwägung gezogen werden: Anbau, Umbau oder eine Containerlösung – das sind auf einen kurzen Nenner gebracht die Offerten.

Relativ schnell lasse sich die Containervariante umsetzen, sprich Variante zwei. Nachteile: Die hofseitige Spielfläche, wo der Standort wäre, werde geteilt, der Bereich werde damit sehr unübersichtlich für die Beaufsichtigung der Kinder. Vor allem aber auch der Transportweg für Essen und Geschirr wäre relativ weit – quer durch das gesamte Gebäude. Nicht von ungefähr führt der Planer diese Variante auch als Übergangslösung an, zumal „eine multifunktionale Nutzung, wie sie zugleich angestrebt wird, auch nur eingeschränkt möglich wäre“, so Uwe Magolz.

Anders bei Variante 3: Diese sieht einen eingeschossigen Anbau am nördlichen Giebel der Kita vor. Über eine Zuwegung entlang der Fassade soll der Anbau direkt an den Eingang der Kita angebunden werden. Zugleich ließe sich mit einem separaten Zugang dieser Anbau dann auch separat nutzen. Klingt gut, aber … Cornelia Schreiber, Leiterin der Kita „Piccolino“, hat da so ihre Bedenken. Die Zuwegung führt an den Garderoben und Sanitärräumen der Kinder vorbei. Licht und Belüftung müsste es dann von oben geben. Auch hier relativ lange Transportwege fürs Essen, und wenn sich alle Steppkes, ob zum Spielen, Feiern oder was auch immer, dort versammeln wollen, müssen viele quer durch die ganze Kita ziehen. Abgesehen davon, dass auch eine neue Feuerwehrzufahrt konzipiert werden müsste, ginge zudem mindestens die Hälfte des Fußballplatzes verloren, und damit wieder Spielfläche, die genutzt werde.

Anders Variante 1 – Überdachung eines Großteils des jetzigen Innenhofes. Die Küche grenzt genau an diesen Bereich. Eine multifunktionale Nutzung sei ohne weiteres möglich. „Und wir haben endlich dann auch eine großzügige Spielfläche, wenn nicht die Sonne scheint“, ergänzt Cornelia Schreiber. Die Kinder könnten miteinander spielen, der Früh- und Spätdienst könnte gemeinsam hier gewährleistet werden, um nur einige Vorteile zu nennen. Dass man dringend eine solche Räumlichkeit benötige, daran lässt die Kita-Leiterin keinen Zweifel, denn die ersten Kinder kommen schon gegen 5.30 Uhr und die letzten werden gegen 18.30 Uhr abgeholt.

Jan Domes (Linke) betonte in diesem Zusammenhang, dass man die Erfordernisse der Kita in den Vordergrund stellen sollte, wenn die einzelnen Varianten nun in den Fraktionen diskutieren werden und weniger, ob sich für Vereine eine mögliche Räumlichkeit zur Nutzung erschließe.  

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