Kurzfilm ist ein Erfolg : Mit „Youth“ ins Bundesfinale

Zusammen sind sie die Filmcrew und vertreten das Gottfried-Arnold-Gymnasium am 14. Juni in Potsdam. Am 18. Juni geht es dann zum Bundeswettbewerb.
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Zusammen sind sie die Filmcrew und vertreten das Gottfried-Arnold-Gymnasium am 14. Juni in Potsdam. Am 18. Juni geht es dann zum Bundeswettbewerb.

Perleberger Pennäler drehten englischen Film und starten nun beim Ausscheid Fremdsprachen der Besten deutschlandweit

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09. Juni 2017, 05:00 Uhr

Für acht Schüler der Klasse 10/2 des Gottfried-Arnold-Gymnasiums geht es am 18. Juni nach Dresden, wo die Sieger im Bundeswettbewerb Fremdsprachen gekürt werden. Jetzt hoffen sie schon, dass es fürs Treppchen reicht, gestehen Fabian, Johanna und Lena.

Als ihre Englischlehrerin Giesela Schultz zu Schuljahresbeginn sie mit dem Projekt „infizierte“, da war es mehr Spaß an der Freude und am Ausprobieren. Einen englischen Film zu drehen, das stand für die Acht ziemlich schnell fest. „Die anderen Projekte reizten uns nicht so“, gesteht Fabian. Und absolute Greenhorns waren sie schließlich auch nicht in diesem Metier. Johanna hatte beim Projekt „Und cut“ mitgemacht, andere standen im Musical „Linie 1“ auf der Bühne, und „Fabian hat das technische Know-How, sprich Kamera, Schneidetechnik und weiß damit auch umzugehen“, ergänzt Lena. Was nun noch fehlte, war die zündende Idee fürs Drehbuch. Eine eigene Geschichte musste es sein – „und es hat auch am längsten gedauert, bevor wir wussten, was wir filmisch umsetzen wollten“, gesteht Johanna.

Das Buch „100 Dinge, die man tun sollte, bevor man 18 wird“, lieferte dann die Vorlage. Wie aus Feinden Freunde werden, das wurde ihre Filmgeschichte, eine, die das Leben schreibt. Die Hauptdarsteller: Drei Mädchen. Stress mit den Eltern, das bevorstehende Jahr in einem fremden Land, weit weg von der Freundin. In knapp zehn Minuten setzten die Zehnklässler in Szene, mit was Jugendliche konfrontiert werden, wie sie reagieren, Zuflucht in eine Welt zwischen zwei Buchdeckeln suchen oder beim Geocaching. Über Letzteres finden die drei zueinander, werden Freundinnen.

Gedreht wurde im elterlichen Wohnzimmer mit Schwenk in die eigenen vier Wände, in der Bibliothek und im Hagen. „Rechnet man alles zusammen, dann kommen wir auf gut zwei Tage“, überschlägt Fabian, doch am Stück wurde natürlich nicht gefilmt.

Das Drehbuch geschrieben, gedreht, vertont und geschnitten – alles lag in Schülerhand. Giesela Schultz schaute ihren Schützlingen dabei ab und an über die Schulter, gab maximal den einen oder anderen Tipp.

Entstanden ist der englische Kurzfilm mit dem Titel „Youth“. „Wir waren selbst überrascht, wie cool er geworden ist“, gestehen die Mädels. Im Februar reichten sie ihn beim Bundeswettbewerb für Fremdsprachen ein.

Wochen und Monate vergingen, „mittlerweile hatte schon niemand von uns mehr an den Film gedacht“, so Fabian. Plötzlich dann die Nachricht: „Ihr habt es geschafft, seid mit eurem Film im Bundesfinale und damit unter den 32 besten Beiträgen deutschlandweit“, verkündete Giesela Schultz. Dass die Acht die richtige Wahl für dieses Projekt waren, das stand für sie außer Frage. Dass sie es gar bis ins Bundesfinale schaffen, mache sie einfach nur stolz. Hier müssen die Zehnklässler wie auch alle anderen Finalteilnehmer beim Fest der Sprachen ihr Projekt präsentieren und „es wäre natürlich super, wenn wir mit unserem Film in unserer Kategorie auf dem obersten Treppchen landen“, gestehen Lena, Johanna und Fabian. Verständlich, denn eine Woche England wartet auf das Siegerteam.

Zuvor geht es für die Pennäler am 14. Juni nach Potsdam, wo die Sieger auf brandenburger Ebene gekürt werden. Auf einem der Treppchen stehen sie hier, denn das ist die Voraussetzung fürs Bundesfinale. Auf welchem, das ist noch die Gretchenfrage. Also Daumendrücken ist angesagt.  

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