Kurs elbe : Mit Volldampf die Elbe hinauf

 

 

Raddampfer legt in Wittenberge an und wirbt für das Projekt „Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge“

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26. August 2015, 21:00 Uhr

Das große Hamburg, das kleine Wittenberge. Unterschiedlicher können zwei Städte kaum sein und doch sind sie miteinander seit ihrem Bestehen verbunden: durch die Elbe. Darauf basiert die Grundidee des touristischen Konzeptes „Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge“. Dieses geht jetzt in seine zweite Phase. Ein Fazit und Ausblick.

Fünf Bundesländer, 40 Sportboothäfen, zwölf Fahrgastschiffer – das sind die wichtigsten Eckdaten, sagt Jens Kowald. 2012 hieß es Leinen los! Seitdem sei vieles erreicht worden, aber nicht jeder Wunsch ging in Erfüllung.

Fakt sei, dass die Elbanlieger besser zusammenarbeiten, mehr Aufmerksamkeit erzielen. Insbesondere der jährlich zum Saisonauftakt stattfindende Kurs-Elbe-Tag sei ein Erfolg. In diesem Jahr kamen rund 10 000 Besucher nach Hohnstorf und Lauenburg, so Jens Kowald.

Besuche auf den großen Tourismusmessen in Hamburg und zum Hafengeburtstag hätten dem Projekt viel Aufmerksamkeit gebracht, aber längst noch nicht genug. „Wir wollen die Hamburger in die Prignitz holen, kämpfen um ein gutes Image und dieses lässt sich nicht in vier, fünf Jahren aufbauen“, sagt Uwe Neumann, Geschäftsführer vom Tourismusverband Prignitz.

Um so erfreulicher sei, dass „Kurs Elbe“ bis 2017 verlängert wurde. Auf die Projektmanagerin Anne Bleimeister wartet entsprechend viel Arbeit. Beispiele nannte sie Dienstagabend im kreislichen Wirtschaftsausschuss. „Häfen wie in Lenzen und in Wittenberge sollen touristisch optimiert werden.“ Dazu laufen bereits Gespräche mit den Verantwortlichen in den jeweiligen Verwaltungen. Rüterberg erhalte gar eine neue Anlegemöglichkeit. Insgesamt in acht Häfen soll es Verbesserungen geben.

Dazu gehören Informationstafeln und Wegweiser für Wassersportler, die auf Liegemöglichkeiten hinweisen. Zwar gehe es auch darum, die Besucher ins Hinterland zu locken, aber Hauptziel bleibe der Wasserverkehr.

Die Linienangebote der Fahrgastschiffer sollen ausgebaut werden. Schon jetzt finden sich auf der Homepage des Projektes Fahrpläne. Das große Ziel einer Linienverbindung von Hamburg bis Wittenberge sei aber noch nicht erreicht. Dieses Angebot gehört zu den geplatzten Träumen der Macher, aber sie halten daran fest, bekräftigt Jens Kowald. Letztendlich müsse der Fahrgastschiffer davon überzeugt werden, müsse es sich wirtschaftlich rechnen.

Wenn das gelingen soll, müssen diverse Parameter erfüllt sein. „Beim Anlegen muss die Möglichkeit für einen interessanten achtstündigen Aufenthalt bestehen“, nennt er ein Beispiel und räumt ein, dass dies derzeit auf der Strecke kaum vorstellbar sei.

Ein andere Ziel sei die Mitnahme von Radtouristen, die einen Teil des Elberadweges auf dem Wasser zurücklegen wollen. „Der schwimmende Radweg“ lautet der Projektname.

Werbung für „Kurs Elbe“ machte gestern die „Kaiser Wilhelm“. Der historische Raddampfer legte in Wittenberge an. Er fährt von Hamburg bis nach Dresden, konnte mit Fördermitteln kürzlich komplett überholt werden. „Der Dampfer ist ein echtes Zugpferd“, sind Jens Kowald und seine Kollegin überzeugt.
 

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