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Rock im Moor : Mit Streitwagen und Nebelkranich

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

10 000 Besucher standesgemäß begrüßt, neun Bands und Hunderte Fans handgemachter Musik ließen Moor rocken

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erstellt am 05.Aug.2014 | 12:00 Uhr

„Erstes Augustwochenende Boberow – das ist einfach ein fester Termin“, für Lutz, aus Hamburg, Tobias und Justine aus Wutike, Christoph und Hendrik aus Neustadt/Dosse, Anja aus Norderstedt, Elisabeth aus Berlin und Justus aus Kyritz. Vor fünf Jahren haben sich die ersten kennengelernt, inzwischen sind sie bereits eine nicht zu übersehene Truppe auf dem Sportplatz. Gemeinsam mit Hunderten von Jugendlichen haben sie hier wieder übers Wochenende ihre Zelte aufgeschlagen. Sich treffen, gemeinsam Party machen, wieder Neue kennenlernen, bei cooler Musik abfeiern bis in die späte Nacht bzw. etliche auch bei der Aftershow-Party bis in den frühen Morgen, das reize sie. Und das ist es auch, was Ulrike, Caro und Ronja aus Pritzwalk bzw. Putlitz wieder lockte. Ulrike, bereits zum sechsten Mal. „Die Atmosphäre, das ganze Drumherum, das ist halt top.“

Zum 16. Mal rockte am Wochenende das Moor. Auch wenn die Besucherzahlen noch nicht feststehen, es läuft auf einen Rekord hinaus. Eine Zahl ist aber amtlich. Mit einem jungen Mann aus der Nähe von Ludwigslust konnte der 10 000. Besucher gefeiert werden, berichtet Stefan Schreiber vom Organisationsteam. Das Gefeiert kann man in diesem Fall wörtlich nehmen. Denn eigens für ihn hatte das Team eine Art Streitwagen aufgebaut, auf dem der Ludwigsluster, der übrigens das 10. Mal dabei war, samt Begleitung zur Bühne gezogen wurde, standesgemäß zum Triumphmarsch „Einzug der Gladiatoren“.

Es sind vor allem diese kleinen Hingucker, die viel Arbeit machen, kein Geld einbringen, eigentlich unnötig sind, die aber das Flair dieses „dienstältesten und größten Rockfestivals Südwest-Mecklenburgs“ ausmachen, wie Mitorganisator Ebi alias Christian Eber, es immer mit einem Augenzwinkern bezeichnet. So steht beispielsweise auch jedes Jahr ein anderes Tier faktisch Pate und Model, wenn im Moor gerockt wird. Wildschwein, Fuchs und im vergangenen Jahr ein Schaf zierten schon die Bühne. „Wir dachten, das Ding mit dem Schaf ist nicht mehr zu toppen“, gesteht Schreibi. War es aber. Der 1,50 Meter große Nebel speiende Kranich und seine zwei kleineren, ab und an über die Bühne flatternden Artgenossen aus Pappe und Holz sorgten für Gänsehautfeeling pur. „Hier wird alles mit viel Herz gemacht von der Musik bis zur Deko. Ich glaube, das kommt auch so ’rüber“, bringt es Schreibi auf den Punkt.

Erstmals sei man in diesem Jahr auch mit einem Vorverkauf gestartet. Eigens dafür hat die Crew einen alten VW-Bus hergerichtet, ausstaffiert und sei damit auf die unterschiedlichsten Events gezogen. Das Rim-Bändchen, das in den Jahren längst ein begehrtes Sammelstück geworden ist, sorgte dieses Mal so auch für die eine oder andere kleine Überraschung. Denn wer im Vorverkauf sich ein solches sicherte, konnte an einer Auslosung teilnehmen. In den Pausen zwischen den Bandacts waltete eine Fortuna mit Feenflügeln ihres Amtes. Von einer Bratwurst gratis bis zum Eintritt frei für Rock im Moor 2015, war alles drin.

Hunderte Fans waren es so auch in diesem Jahr wieder, die ein Wochenende lang Rock, Punk, Pop-Punkrock, Dacerock und Hardcore vom Feinsten hautnah an Bühne und ihren Musikidolen erlebten. Rock im Moor ist eben die Adresse für Fun, Musik, Geselligkeit und immer neue Freunde. Grund genug, weiter zu machen.

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