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Die Prignitz zum Jahreswechsel : Mit Party und Arbeit ins neue Jahr

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der „Prignitzer“ erlebte die Nacht von 2016 zu 2017 bei Menschen, die gern feiern, und jenen, für die es fast normale Stunden sind.

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erstellt am 02.Jan.2017 | 10:00 Uhr

Das alte Jahr verabschiedet sich, das neue beginnt: Für die einen die Gelegenheit, mal wieder groß auszugehen, für andere eine anstrengende Nacht mit viel Arbeit.


Feucht-fröhlich
 

Für Christian Maasch, den Chef der Prignitzer Badewelt in Wittenberge, bedeutet Silvester seit 14 Jahren, in Sportzeug und Badelatschen das neue Jahr zu begrüßen. Und er sagt: „Man gewöhnt sich daran.“ 130 Mädchen und Jungen kommen in diesem Jahr in die Wittenberger Schwimmhalle zur feucht-fröhlichen Party mit Übernachtung. Maasch und ein Team von 14 Mitarbeitern kümmern sich um die kleinen Gäste. Und dazu gehört natürlich auch leckeres Essen wie Pommes, Nudeln, Tomatensoße, Schnitzel, Fischstäbchen, eben alles, was Kinder mögen. Laura (10) und ihre Cousine Kim (10) freuen sich schon auf die Nudeln und hoffen, dass es Currywurst gibt. „Hier ist es immer toll“, versichern die beiden Mädchen. Beide feiern zum dritten bzw. vierten Mal Silvester in der Badewelt.


Erstmals Prignitz
 

Anders Christina Piel und Rosalia Schaarf: Die beiden attraktiven jungen Frauen verbringen nicht nur den Jahreswechsel das erste Mal in der Prignitz, sie sind das erste Mal überhaupt hier oben an der Elbe. Zu Hause sind sie im Raum Stuttgart. „Wir wollten uns ein ruhiges Wellnesswochenende gönnen. Das haben wir gefunden, die Prignitz ist wirklich schön, und wirklich sehr ruhig“, so die beiden, die im Rühstädter Schlosshotel logieren. Zu ihrem Wochenende gehört auch die gediegene Silvesterfeier im Deutschen Hof in Bad Wilsnack. 120 Gäste bevölkern den Saal, wollen versorgt und umsorgt werden. Deutsche Hof-Chef Karl-Heinz Tischler lobt seine Mitarbeiter, „auf die ich mich einfach immer verlassen kann“. „Anders würde ein Abend wie der heutige auch gar nicht funktionieren.“ Tischler sagt aber auch, dass es zunehmend schwieriger werde, für das Gastgewerbe guten Nachwuchs zu finden. Denn es sei ja nun mal so, dass dort gearbeitet wird, wenn andere feiern.


12 Stunden-Schicht
 

In der Wittenberger Rettungswache hat am 31. Dezember abends um 6 die Schicht der beiden Rettungsassistenten Kevin Wagner und Thoralf Buls sowie die von Rettungssanitäter Matthias Hülow begonnen. Gemeinsam mit einem Rettungsarzt haben sie eine 12 Stunden-Schicht vor sich. „Bis her hatten wir ausschließlich Einsätze, die nicht mit Silvester zu tun haben, aber wir haben zu tun“, sagt Buls, als der „Prignitzer“ gegen 21.30 Uhr bei der Rettungswache vorbei schaut. Seine beiden Kollegen sind gerade mit dem Rettungswagen unterwegs zu einem Notfall. Fällt es schwer, an einem Tag oder besser in einer Nacht wie dieser zu arbeiten? Buls sagt, ja, es sei schon eine besondere Nacht. Aber auch in besonderen Nächten, an Fest- und Feiertagen „benötigen Menschen unsere Hilfe“. „Dafür ist der kreisliche Rettungsdienst ja da.“


In Bereitschaft
 

Statt Notbeleuchtung hell erleuchtete Fenster im elbestädtischen Feuerwehrdepot. Es ist üblich, dass Kameraden sich hier zu Silvester einfinden, Bereitschaft zum Jahreswechsel übernehmen. „Wir sind mit 18 Freiwilligen gut besetzt“, sagt Wehrchef Lars Wirwich. Es ist kurz vor 22 Uhr und die Nacht war bisher ruhig. Zeit genug also, sich durch das kulinarische Angebot zu kosten. Jeder hat etwas mitgebracht. Alkohol gibt es selbstverständlich nicht. Aber geböllert wird natürlich kräftig. Auch wenn die Silvesternacht für die Kameraden recht ruhig verlief, liegt doch mit 184 Einsätzen – darunter der Großbrand bei Austrotherm – und 64 Brandsicherheitswachen ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr hinter ihnen. 

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