Die Prignitz zwischen den Jahren erlebt : Mit Party und Arbeit ins neue Jahr

Stimmung in der Schwimmhalle:  Die Kids feiern ohne ihre Eltern, aber gut behütet ins neue Jahr.

Stimmung in der Schwimmhalle:  Die Kids feiern ohne ihre Eltern, aber gut behütet ins neue Jahr.

Der „Prignitzer“ war zwischen den Jahren in Wittenberge, Bentwisch und Grube unterwegs.

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01. Januar 2016, 18:58 Uhr

Die einen begrüßen feiernd 2016, andere nutzen die Stunden zwischen den Jahren auch, um innere Einkehr zu halten. Andere müssen das Feiern hinten an stellen, weil ihr Beruf sie fordert.

In Bereitschaft

Zu den Letztgenannten gehörte zum Jahreswechsel Ulrich Glafenhein. Der Bereichsingenieur Strom und Wärme bei den Wittenberger Stadtwerken hatte mit Kollegen aus den einzelnen Bereichen Bereitschaftsdienst. Und in deren Händen liegt dann die Verantwortung dafür, dass Wittenberge und Ortsteile mit Gas und Trinkwasser, mit Strom und Fernwärme versorgt werden und dass es im öffentlichen Bereich mit der Abwasserentsorgung klappt. Außerdem liegt beim Bereitschaftsdienst die Verantwortung für das Umspannwerk in der Bad Wilsnacker Straße, das Heizkraftwerk in der Breeser Straße, das Wasserwerk und fünf Gasdruckanlagen. „Bei Störungen kümmern wir uns, egal, ob woanders Party ist oder nicht“, sagt Glafenhein. Dass man selbst dann keine Party macht, verstehe sich von selbst. „Die Verantwortung ist sehr groß.“ Zum Glück war es für den Bereitschaftsdienst ein ruhiger Jahreswechsel.

Persönliche Bilanz
 

Eine Weile inne hielten jene, die gemeinsam mit Pfarrer Sacha Sommershof in der Bentwischer Kirche einen Gottesdienst feierten. Auch im Trubel des Jahreswechsels sollte man sich Zeit nehmen für eine ganz persönliche Bilanz und Vorausschau.

Kids in Hochstimmung

Hochstimmung in der Wittenberger Schwimmhalle. An die 130 Mädchen und Jungen schwammen, plantschten und rutschten im wahrsten Sinne des Wortes ins neue Jahr. „Und wir haben ein ganz großes Feuerwerk und dürfen hier auch schlafen“, erzählt aufgeregt Lea (11 Jahre). Sie ist mit ihren Geschwistern Tim (7) und Justin bei der Party. Sarah, Nico und Niklas aus Seehausen, Vielbaum und Pritzwalk feiern zum dritten, vierten bzw. fünften Mal Silvester in der Schwimmhalle. Seit weit mehr als zehn Jahren arbeitet das Team der „Prignitzer Badewelt““ mit Chef Christian Maasch Silvester, damit der Nachwuchs seinen Spaß hat.

Feiern mit „Marlene“

Im Schlosshotel Grube zog die Berlinerin Walburga Raeder gemeinsam mit Tenor und Klavierbegleiter Bert Mario Teme mit ihrem Programm „Von Kopf bis Fuß Marlene Dietrich“ die Silvestergäste gekonnt in ihren Bann. Das Haus war ausgebucht. „Die sehr angenehme Atmosphäre, das Programm in Kombination mit dem tollen Menü gefallen uns sehr“, sagt Brunhilde Mencke auf die Frage, warum es Wittenberger wie sie und ihren Gatten zum Jahreswechsel zum wiederholten Male übers Land zieht. Menckes sind nicht die einzigen. Auch Havelberger Paare gehören zu den „Wiederholungstätern“, feiern im Gruber Schloss ins neue Jahr.

Zünftig im Waggon

Zünftig lassen es Mitglieder im Verein „Historischer Lokschuppen“ angehen. Sie verbringen die Nacht zwischen den Jahren im Wittenberger Eisenbahnmuseum, sitzen gemütlich in einem Waggon aus den 30er Jahren, den sie sich selbst ausbauten. „Jetzt ist er auch unsere kleine Bar“, sagt Vereinschef Burkhard Bohn, der extra aus Hamburg angereist ist. Saisonbeginn ist im Eisenbahnmuseum Anfang April.  
 

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