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Wildniscamp : Mit ihm überleben Sie in der Wildnis

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Tourismusverband bietet zum Plattenburgspektakel ein Wildniscamp an. Buchungen sind bereits möglich.

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2014 | 22:00 Uhr

In diesem Jahr erlebt das Mittelalterspektakel auf der Plattenburg eine Premiere: Es gibt ein Wildniscamp für Familien. Jörg Pospiech wird mit Kindern und ihren Begleitern tief in diese Zeit eintauchen, mit ihnen im Stroh schlafen, im Wald auf die Pirsch gehen und zum Bogen greifen. Und das beste daran: Nur als Leser unserer Zeitung können Sie als Gewinner kostenlos am Camp teilnehmen. Wir verlosen 2x1 Teilnahme.

Seit mehr als 20 Jahren ist der Diplomgeograph und WildnispädagogeJörg Pospiech in der Natur unterwegs, hat den skandinavischen Winter zu Fuß bezwungen, aber festgestellt, das Abenteuer beginnt direkt vor der Haustür. „Es geht nicht um ein Überlebenstraining, wir machen kein Hardcore. Bei uns geht es darum, die Natur zu erleben, ihre Schönheiten zu entdecken“, sagt der 44-Jährige. Aber einem Sonntagsspaziergang gleiche das Wildniscamp auch nicht. „Wir tauchen in Schlamm ein, durchqueren Flüsse oder bezwingen sie trockenen Fußes.“ Feuer wird ohne Streichholz entzündet. „Gut geeignet dafür ist Birkenrinde, die kann sogar feucht sein“, sagt er.

Wenn Kinder mit ihm durch den Wald streifen, lernen sie Kräuter und ihre Wirkung kennen, bauen einfache Schutzbehausungen. Im Winter trocken und kuschlig warm im Freien zu übernachten, sei keine Hexerei. „Wer weiß, wie das geht, muss weder frieren noch hungern“, sagt Jörg Pospiech. Er lädt die Campteilnehmer zu einer Pirsch durch den Wald ein. Wie nähert man sich geräuschlos einem Tier? Wie werden Fährten gelesen? Antworten gibt es auf der Plattenburg.

„Wir bieten die Teilnahme am Wildniscamp als Pauschalangebot an, planen maximal mit bis zu 30 Teilnehmern“, sagt Uwe Neumann, Geschäftsführer vom veranstaltenden Tourismusverband Prignitz. Die Ideen von Jörg Pospiech würden hervorragend zu dem mittelalterlichen Spektakel passen, beides lasse sich miteinander verbinden. Für die Übernachtung steht das Strohlager im Pferdestall zur Verfügung, wer mag, darf auch im Freien am Lagerfeuer sein Haupt betten.

Bogenschießen oder Stockkampf, Nachtwanderung oder Klettern – Teilnehmer dürfen die Workshops des Spektakels und die des Camps nutzen. Ebenfalls inklusive ist die Verpflegung, das Essen wird am Lagerfeuer selbst zubereitet. „Wir sind gespannt, wie das Angebot angenommen wird und freuen uns, dass wir mit Jörg Pospiech insgesamt ein neues touristisches Angebot in der Prignitz haben“, sagt Neumann.

Seit drei Jahren lebt Pospiech mit seiner Familie in Schönholz bei Gülitz. Dort betreibt er eine Wildnisschule, mit deren Angeboten er in diesem Jahr erstmals an die Öffentlichkeit tritt. Vom 21. bis zum 25. April bietet er für Kinder zwischen acht und 13 Jahren ein Wildnis-Feriencamp an. Weitere Kurse folgen im Lauf des Jahres. Reichlich Erfahrung hat der Naturfreund als Leiter der von ihm gegründeten Wildnisschule in Wildeshausen bei Bremen gesammelt.

Geplant war das alles nicht. „Irgendwie bin ich da hinein gerutscht“, erzählt er. Nachdem er für die Liebe in die Prignitz zog, möchte er hier seine Wildnisschule aufbauen. Dabei gehe es neben dem Naturerlebnis um Pädagogik, um das Zusammensein in der Gruppe. Gerade für Kinder sei das oft ein faszinierendes Erlebnis und manch ein Elternteil habe gestaunt, wie anders sie ihren Sohn oder ihre Tochter im Camp erleben.

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