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Gymnasium Wittenberge : Mit Goethe fürs Leben gerüstet

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Am Gymnasium Wittenberge erhielten angehende Siebtklässler Einblicke in das Schulleben

von
erstellt am 26.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Es ist schon praktisch, wenn man wie Hidde einen großen Bruder hat, der einem alle Räume der zukünftigen Schule zeigen und die Lehrer vorstellen kann. Doch auch für alle anderen angehenden Siebtklässler standen am Wochenende am Marie-Curie-Gymnasium in Wittenberge die Türen offen und die Lehrer sowie Schüler Rede und Antwort.

„Mir gefällt es hier sehr gut“, sagt Hidde, als er sich mit seinem Bruder Lennard im Biologieraum umguckt. Obwohl bereits zwei seiner Geschwister die Schule besuchen, wollte er sich unbedingt selbst einen Eindruck verschaffen. Dass er auf ein Gymnasium will, steht für den 12-Jährigen schon länger fest: „Man muss sich schon anstrengen, damit man später etwas Gutes erreichen kann“, meint Hidde.

Um die Sechstklässer für das Gymnasium zu begeistern, haben sich die Schüler und Lehrer im Vorfeld wieder ein umfangreiches Programm überlegt. Kuchenduft zieht durch die Flure, in der Aula lauschen Besucher dem Gesang des Chores, die Schüler können sich im Löten ausprobieren, bei Sprachspielen mitmachen oder in der Turnhalle ihre Beweglichkeit testen.

„Wir wollen dem zukünftigen Jahrgang Sieben die Möglichkeit geben, sich in allen Fachbereichen umzugucken. Sie sollen einen Einblick in unsere Ausbildung und deren Besonderheiten erhalten“, sagt Schulleiter Andreas Giske. Eine dieser Besonderheiten wäre zum Beispiel der Blockunterricht. Die Schulstunden am Marie-Curie-Gymnasium haben nämlich statt 45 Minuten 90. „Wir wissen, dass das für die Jüngeren anfangs anstrengend ist, aber dieses System hat sich bewährt“, erläutert der Schulleiter, während seines Vortrags vor der interessierten Elternschaft. Statt acht gebe es somit nur vier Fächer am Tag und dadurch weniger Hausaufgaben und einen leichteren Schulranzen.

Eine weitere Besonderheit wären außerdem die Schwerpunktfächer, ergänzt Giske. Schüler mit einem hohen mathematischen Interesse könnten beispielsweise in eine Mint-Klasse wechseln, in der sie zwei Stunden Mathe mehr die Woche hätten. Das gleiche Model gibt es für Sport- und Musikinteressierte. Tage der Wissenschaft, alljährliche Podiumsdiskussionen, Projektwochen und Zusammenarbeit mit Firmen würden das Spektrum an Lernmöglichkeiten abdecken, zählt Giske auf. Die Schülerzahlen würden für sich sprechen. Inzwischen hätte sich diese von 430 auf 480 erholt. „Damit gehören wir zu den wenigen Schulen im Land Brandenburg mit einem Schülerzuwachs.“

Auch technisch wäre die Schule auf dem neusten Stand. Drei Computerkabinette, 90 Tablets und 15 interaktive Whitboards stehen den Schülern zur Verfügung.

Das alles klingt gut, doch was rät der Schulleiter Eltern und Kindern, die noch unschlüssig sind? „Wenn jemand Spaß am Lernen hat und die Noten ausreichen, dann soll er zu uns kommen“, meint Giske und fügt hinzu: „Wir sind eine Schule, die auf einen gymnasialen Abschluss hinarbeitet. Bei uns werden die Schüler überlebensfähig gemacht. Das heißt, sie lernen zwar nicht, wie man eine Steuererklärung macht, doch sie werden befähigt, sich in kürzester Zeit in Bereiche hineinzuarbeiten. Und dazu gehört es auch, sich einmal durch ein Werk von Goethe zu quälen.“

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