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Der Prignitzer

21. September 2017 | 03:27 Uhr

Mit eigenen Plänen in die Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Emotionale Zeugnisausgabe an 34 Oberschüler in Glöwen / Schulleiter Jörn Atlas glaubt an die Stärken des Schulstandortes

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erstellt am 16.Jul.2017 | 16:27 Uhr

„Wer friert uns diesen Moment ein. Besser kann es nicht sein“, diese Liedzeilen von Andreas Bourani lässt Schulleiter Jörn Atlas an den Anfang und das Ende seine Festrede zur Zeugnisübergabe an den Abschlussjahrgang 2013 der Oberschule einspielen. Es ist eine Rede, die in den meisten Passagen nur die Schüler und seine Kollegen verstehen, wenn er unter der Überschrift „Menschliche Schwächen und andere Katastrophen“ die Oberschuljahre Revue passieren lässt.

„Es ist Insiderwissen, liebe Eltern“, sagt er, wenn er über AMS – Atlas Märchenstunde oder das Schicksal von des Teufels Großmutter spricht. Trotz aller Höhen und Tiefen, alle 34 Glöwener Zehntklässler bekommen einen Abschluss: drei Schüler die Berufsbildungsreife, neun Schüler die erweiterte Berufsbildungsreife, 15 Schüler die Fachoberschulreife sowie sieben die Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Bis auf fünf Schüler haben alle eine Lehrstelle oder gehen weiterhin zur Schule.

Philipp Mille und Isabell Scheida sind froh, dass die Schulzeit vorbei ist. „Heute wird der Abschluss gefeiert“, sagen sie. Eine Lehrstelle haben beide. Während Philipp in Vehlow den Beruf des Tischlers erlernt, wird Isabell Koch in Bad Wilsnack.

Emotionale Momente erleben alle, als Paul Schmidt und Benedikt Albrecht die Dankesworte der Schüler sprechen, und die Schüler sich mit Blumen bei den Klassenlehrerinnen Lidwina Sakowski und Petra Brüggemann, bei der Schulleitung, ihren Eltern und den Elternvertretern mit Blumen bedanken. Mit den Worten „Jeder hat für die Zukunft eigene Pläne. Macht was draus, ihr lebt nur einmal“, verabschiedet sich Schülersprecher Paul Schmidt von seinen Klassenkameraden.

Trotz der feierlichen Stimmung schwingt die besorgte Frage nach der Zukunft Oberschule mit. Die Schülerzahlen reichen nicht für neue siebente Klassen. Für dieses und für das nächste Schuljahr hatte das Bildungsministerium eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Eine dritte werde es nicht geben. „Wir sind Realisten, wir wissen um die Situation und werden wir kämpfen“, so Schulleiter Jörn Atlas. Er sieht in der Größe den Vorteil. „Wir sind eine kleine Schule. Mit unseren engen sozialen Kontakten wollen wir punkten.“ Es gilt, sich gegen anderen Schulen durchzusetzen.

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