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Der Prignitzer

19. Oktober 2017 | 16:52 Uhr

Mit der kleinen Dott ins Mittelalter

vom

svz.de von
erstellt am 03.Dez.2012 | 09:48 Uhr

Perleberg | "Es war einmal zwischen den beiden großen Weltkriegen ein kleines Mädchen, das hieß Dorothea. Es war zwölf Jahre alt und das Älteste von drei Geschwistern. Weil es aber so klein und zierlich war, wurde es im ganzen Dorf nur die kleine Dott genannt." Mit diesen Worten begann auch am Sonnabend wieder der dritte Teil der Geschichte um die kleine, verzauberte Prignitzerin, der im Rahmen des Lichterfestes als Live-Hörspiel seine Premiere fand.

"Mit dem Live-Auftritt wird auch die CD vorgestellt, die ab sofort zu haben ist", erzählt Christian Müller, Vorsitzender des Hörturm e. V, der die künstlerische Leitung übernahm und die auf dem Werk von Tamara Ramsay beruhende Geschichte für das Hörspiel dramaturgisch überarbeitete. Und so waren auch viele Zuhörer in den Trausaal des Rathauses gekommen, um die heimatliche Geschichte zu erleben. "Wir haben die ersten beiden Teile noch nicht gehört, deshalb mussten wir heute unbedingt kommen", beschreibt zum Beispiel die Groß Warnowerin Viola Besenbiel, die zusammen mit ihren Töchtern Jenny und Larissa gekommen war. Wie passend, dass der Abend dann auch mit einem Kurz-Hörspiel der Teile eins und zwei begann.

Im Vorfeld hatte Lutz Lorenz die Zuhörer bereits mit den Worten begrüßt: "Kommen Sie mit auf die Reise und bei den Waldszenen trampeln und brüllen Sie, wie die Tiere das im Wald nun einmal so tun." So wurden die Hörer dann auch in ihrer Fantasie mit durch die Prignitz und Brandenburg genommen. Denn im dritten Teil fliegt die unsichtbare Dott mit ihrem Graureiher Gurian nicht nur durch die Prignitzer Region, sondern erlebt Abenteuer in ganz Brandenburg. Auf ihrer Reise durch die Zeit, trifft sie im Mittelalter auf Karl den Großen, erlebt die Schlacht bei Lenzen im Jahr 929, lernt Friedrich den Großen kennen und erlebt das Wunder der Graureiher im Luch. Am Schluss des Abenteuers trifft die kleine Dott auf den Berliner Jungen Klaus Petersen, der ebenfalls verzaubert ist und von jetzt an gemeinsam mit ihr auf die Reise geht.

Der kleinen Dott lieh an diesem Abend Janine Koch ihre Stimme, da Madita Kudla, die auch auf der CD zu hören ist, an diesem Tag verhindert war. "Es ist eine so süße Rolle, weil sie so viel erlebt und alles so einfach erklären kann. Außerdem erfährt man nebenbei noch Sachen aus der Region, die man noch nicht kennt", verdeutlicht sie, die mit ihren 24 Jahren doppelt so alt ist wie die Hauptperson, die sie spricht. Dennoch erzeugte sie mit ihrer Stimme genauso passende Bilder wie Ullrich Teschner, der bereits in den ersten beiden Teilen als Erzähler wirkte. "Die Geschichte ist wieder wunderbar und gut geschrieben", resümierte der Schauspieler.

Das sahen auch die Zuhörer nicht anders. "Live kommt noch mehr an und die kleine Dott gehört einfach in die Prignitz. Es ist ganz toll, dass der Hörturm diese Verbindung zu einem Hörbuch schafft", erklärte anschließend Steffen Witting, der mit dem Kompliment vor allem die Arbeit der zehn Sprechern und aller Beteiligten würdigte.

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