Auf zwei Rädern durch Wittenberge : Mit dem Segway durch die Stadt

Alles eine Frage der Balance: Jürgen Schmidt (l.) und Patrick Bockelmann beherrschen die Segways. Für Touristen gibt’s vor der Stadttour eine Einweisung und Übungen.
Alles eine Frage der Balance: Jürgen Schmidt (l.) und Patrick Bockelmann beherrschen die Segways. Für Touristen gibt’s vor der Stadttour eine Einweisung und Übungen.

Touristen sollen Sehenswürdigkeiten bald mit Elektroantrieb erkunden können

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01. September 2017, 05:00 Uhr

Bei touristischen Führungen geht das Angebot in der Elbestadt künftig neue Wege – oder besser gesagt, es fährt. Denn bald soll es möglich sein, mit Segways alle Sehenswürdigkeiten Wittenberges in einer Tour zu erleben.

Gestern wurden die Planungen konkreter, trafen sich der bekannte Stadtführer Jürgen Schmidt und Patrick Bockelmann, um über die Route zu sprechen. „Ich schlage vor, dass sie im Hafen beginnt und dann über die Altstadt, Rathaus, Gymnasium, Park, Goetheplatz, Bahnhof, Jugendstilviertel/Rungestraße, Tivolistraße, Nähmaschinenwerk, Ölmühle und Hafenpromenade zurück zum Hafen führt“, so Jürgen Schmidt. Die Strecke fand bei Patrick Bockelmann, der die zweirädrigen Gefährte zur Verfügung stellt und die Tour veranstalten wird, Anklang. „Ich würde noch um den Stadtpark bis zum Wasserturm ergänzen“, so der 32-jährige Perleberger. Er bietet schon jetzt kleinere Touren durch die Elbestadt an, allein das historische Wissen fehle ihm noch.

Da kommt Jürgen Schmidt als das wandelnde Gedächtnis der Stadt ins Spiel. Egal ob als Salomon Herz, Paul Lincke, dem Admiral Gijsels van Lier oder dem Hofnarren der Plattenburg – er verkörpert all diese Charaktere in entsprechenden Kostümen bei seinen Führungen. Schmidt sieht einen großen Vorteil in den elektrobetriebenen Segways: „Man ist zügiger unterwegs als zu Fuß. So kann man alle Sehenswürdigkeiten in eine Zwei-Stunden-Tour packen. Sonst bräuchte man dafür vier Stunden und das geht nicht.“ Grundsätzlich hätte sich die Nachfrage nach Stadtführungen in den vergangenen Jahren immer mehr gesteigert. „Bei der Oldie-Bustour hatten wir um die 80 Fahrten im Jahr, dieses Jahr werden wir bei 100 liegen.“ Neben Jürgen Schmidt gibt es noch fünf weitere Stadtführer, „die alle gut beschäftigt sind“. Auch Patrick Bockelmann bestätigt, dass die Nachfrage für solche speziellen Angebote vorhanden ist. Er bietet sie auch in Perleberg, Bad Wilsnack oder Lenzen an.

In einer kleinen Gruppe soll die Tour so schnell wie möglich beginnen. Zwischen sechs und sieben Teilnehmer wären möglich. „Voraussetzungen sind, dass man mindestens 15 Jahre alt ist, einen Mofaführerschein hat und zwischen 40 und 110 Kilo wiegt“, zählt Patrick Bockelmann auf. Vor jeder Tour gibt es eine Einweisung in die Steuerung der Segways, die über Gewichtsverlagerung funktioniert. Die Geräte sind bis zu 21 km/h schnell, haben eine Straßenzulassung, Licht und sind vollkaskoversichert. Tickets wird es auch bei der Touristinfo am Paul-Lincke-Platz geben oder direkt bei Patrick Bockelmann unter Telefon 0152 294 741 69.  

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