Ausflug zum Prignitzer Nationalgericht : Mit dem Pollo zum Knieperkohl

pollo knieperkohlfahrt

Der „Prignitzer“ erlebte am Samstag über 60 gut gelaunte Ausflügler zwischen Mesendorf und Lindenberg/ Knieperkohl lockte ins Gasthaus Lamprecht

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10. Februar 2014, 12:00 Uhr

„Wir haben noch keine Kniepertour mit dem Pollo verpasst“, sagt Ralf Jentz und strahlt dabei übers ganze Gesicht. Er spricht für die elf Mitglieder des Modelleisenbahnclubs Güstrow, die am Samstagvormittag auf dem Bahnhof in Mesendorf in den Pollo-Zug des Prignitzer Kleinbahnmuseums klettern. Angela Christen aus Krams hat sich ebenfalls ein Ausflugsticket besorgt, „weil ich endlich mal Knieperkohl probieren will“. Gabi Gehler, auch aus Krams, hat den Ausflug beim Kleinbahnverein gebucht, „weil ich leidenschaftlich gern Knieper esse“.

Als sich Sonnabend kurz nach 10 Uhr die kleine Diesellok der Baureihe V 10 102 in Richtung Brünkendorf in Bewegung setzt, sind in den drei Personenwagen sämtliche Plätze besetzt. „Unsere Pollofahrten mit Knieperkohlessen in der Lindenberger Gaststätte Lamprecht sind eben sehr begehrt“, sagt Vereinsmitglied Rainer Knurbien, als er mit Bedauern zwei noch auf eine Mitfahrmöglichkeit hoffenden Herren eine Absage erteilen muss.

Die Ausflügler, die mit Zugfahrt, Boßeln – eine Art Kugelweitwurf gepaart mit Wandern – der Einkehr bei Lamprechts und Kaffeetrinken an die sechs Stunden unterwegs sind, kommen vielleicht zur Hälfte aus der Prignitz. Die Knieperfahrten, die die Hobbyeisenbahner seit einigen Jahren in der Winterzeit organisieren, haben sich als etwas Besonderes so weit herumgesprochen, dass Berliner, Potsdamer, Gäste aus Sachsen-Anhalt dafür gern in das abgelegene Mesendorf kommen. „Sicher tragen zur Bekanntheit auch unsere Aktionen auf der Grünen Woche bei“, sagt Rainer Buschhardt. Er steckt im Kostüm des Knieperfuchses, rührt bei diesem Ausflug für Pritzwalk als Knieperstadt die Werbetrommel.

Rund 20 Minuten benötigt Lokführer Matthias Wichmann, um den Zug über die rund vier Kilometer von Mesendorf nach Brünkendorf zu bringen.

Während sich die Gruppe auf den Weg nach Lindenberg begibt, beginnen im Gasthof Lamprecht die finalen Vorbereitungen für das Prignitzer Gericht. Ilse Lamprecht verrät nicht alle Geheimnisse. Auf jeden Fall muss der Knieper sehr lange kochen, sagt sie. Und wer mit Speck und Eisbein spart, der wird es bereuen. Sie hat nicht gespart. Es schmeckt. Zum Kohlgericht gibt es ganz traditionell Pellkartoffeln und Apfelmus.

Nicht alle Vereinsmitglieder sind am Sonnabend bei der Knieperkohlfahrt im Einsatz. Vereinschef Sven Lieberenz ist gerade aus Potsdam, seinem Wohnort, angekommen, streift sich Arbeitssachen über. Aus Glöwen kommt Vereinsmitglied Andreas Kurthals. „Hier gibt es immer viel zu tun“, sagen die Männer, bevor sie sich an die Arbeit machen. Eine besondere Aktion findet an diesem Vormittag in Lindenberg statt. Der „Prignitzer“ berichtet noch ausführlich.

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